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Tansania Reisebericht

die Planung:

Dies ist unser Reisebericht von unserer ersten geführten Tour überhaupt. Nachdem klar war, dass es 2014 nicht nach Zimbabwe geht, fiel Marco spontan Tansania ein. Wenn man bedenkt, dass ich nur schwer von einem Wunschziel in Afrika abweichen würde, hatte "Mann" auch wenig Auswahl. Kenia ist uns zur Zeit zu unruhig, Namibia würden wir gern mit dem Kgalagadi N.P. verbinden, was aber vorraussetzt, das Jannik 12 Jahre sein muß aufgrund der Sicherheitsvorschriften. Ok! Ostafrika eben! Ich hatte einen Tipp erhalten, mir eine Reise von Thürmer Tours ausrechnen zu lassen. Wir haben natürlich noch mit anderen Anbietern vergleichen. Wir fanden, Thürmer macht das sehr professionell, irgendwann stimmte auch der Reisepreis. 7 Tage Nord-Tansania! Natürlich meckerte ich sofort das ist zu wenig! Wer aber nicht campen will, muss eben sehen, wie es anders geht. Nun denn, wir legen eine Woche Baden auf Zansibar zeitlich davor. Wir buchten im Oktober 2013 die Reise verbindlich. Ich habe versucht, Camps und Lodges zu wählen die möglichst klein und naturnah sind. Insgesamt sind wir auf diesr Tour 1500 km gefahren und dass bei einer vermutlichen Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 km/h.

 

Unsere Unterkünfte im Einzelnen:

Sultan Sands Resort

http://www.bluebayzanzibar.com/sultan-sands-island-resort/index.php 

Arusha Safari Lodge Arusha

http://moivaro.com/lodges/tanzania/arusha-safari-lodge/

 

Kirumuru Tented Lodge Manyara N.P.

http://www.kirurumu.net/kirurumu_manyara_lodge.html

 

Lake Natron Camp Lake Natron

An´gatha Camp Serengeti N.P.

http://angatacamps.com/serengeti.php?lang

 

Sopa Lodge Ngorongoro

http://sopalodges.com/ngorongoro-sopa-lodge/overview

 

Tarangire Safari Lodge Tarangire N.P.

 

http://www.tarangiresafarilodge.com/

 

Abflug

 

07.07.14 

Einigermaßen pünktlich startet die Ethiopian Airlines am Abend von Frankfurt Richtung Addis Abeba. Bis hierher war das Ganze schon ein kleines Abenteuer. Die DB lässt uns mit unserer Bahnverbindung Essen Hbf- Flughafen Frankfurt im Stich. Unsere vorher ausgesuchte Verbindung wurde kurzerhand gecancelt. Wir sind mit einem Inter-Regio erst nach Düsseldorf, um dann dort in unseren ICE umzusteigen. Aber die Bahn ist leider unzuverlässig! Nach einem etwa zweistündigen Zwischenstopp in Addis Abeba fliegen wir via Dar Es Salaam auf die Insel Zansibar. Puh! Hier werden wir sechs Tage uns von den Strapazen, die wir von zu Hause "importiert" haben, abschütteln, um dann nach ca. einer Woche unsere etwa einwöchige "Safari" durch den Norden Tansanias zu beginnen.

Unser Flieger, ein "Dreamliner"! Zwar ist das eine Himmelfaht bis Tansania! aber die Ethiopian A. ist vor allem püntklich. Damit setzt sie sich ganz klar von der Air Botswana ab. Top!

 

 

 

 

Ankommen:

08.07.14

Unsere Ankunft auf Zansibar am Mittag: Klar sind wir müde! Ein Nachtflug schlaucht einfach. Trotzdem wollen wir heute das WM-Spiel Deutschland-Brasilien heute Abend auf keinen Fall verpassen. Koste es, was es wolle! Die Einreise gestaltetet sich als überraschend unproblematisch. Die Zöllner sind echt freundlich und gut gelaunt. Wir müssen das Visum beantragen, was superschnell erledigt ist. Ein Foto von jedem, also einmal jeder in die Webcam gegrinst, Fingerabdrücke und schon bald dürfen wir passieren! Wir schnappen uns ein Taxi und fahren zur Ostküste zum Sultan Sands Resort in Kiwengwa, an der Ostküste gelegen. Unser Zimmer mit der Nr. 323 ist noch nicht fertig. Leider! Wir würden uns jetzt gern einmal aufs Ohr legen, damit wir ja fit für das Fußballspiel heute Abend sind. Und so zog sich der Tag. Auspacken, Rumgucken, Abendessen und dann endlich, endlich! Das Spiel fängt an! Wir haben TV auf dem Zimmer! Yippie! Ich gebe vorher keinen Tipp ab. Zu groß ist der Respekt vor Brasilien! Aus Spass sage ich Marco, dass ich mich nach einer 3:0 Führung vom Tag endgültig verabschiede und endlich schlafen werde, aber siehe da! Das ging "Bumm und Bäng" und schon führen wir 3:0! Aufgeputscht davon war an Schlaf nicht zu denken. Wir trauen unseren Augen nicht. Sehen wir ich Afrika ein anderes gefaktes Spiel? 7:1 für Deutschland! So wird man Weltmeister !!! Morgen werden wir Ausschlafen und relaxen.

  

 

 

Info Zansibar:

Sicher. Zansibar ist längst zu einem Massenziel geworden und trotzdem. Wir waren noch nicht da! Die Inseln im Indischen Ozean haben einfach was an sich. Die Malediven, herrlich zum Faulenzen oder Tauchen. Sri Lanka mit seiner interessanten Kultur, Mauritius und die Seychellen. Alles ist eine Reise wert und Sansibar? Wir denken, im Osten der Insel, nördlich von Kiwengwa, ist es noch einigermaßen beschaulich und so wollten wir hier unsere Reise beginnen. Zansibar ist die größte Insel Ostafrikas (4891 Quadratkilometer) und ethnisch recht interessant. Die Altstadt von Stone Town mit ihren Labyrinth aus schmalen, verwinkelten Gassen und die Häuser mit ihren messingbeschlagenen Türen, verrät ihre Vergangenheit, als die Insel noch ein zansibarisch-osmanischen Sultanat gewesen ist. Im 19. Jahrhundert war Zansibar die bedeutendste Sklaven- und Elfenbeinhandelsmetropole Afrikas. Korallenriffe säumen sich um die Insel und so bedient Zansibar mit seinen schneeweißen Sandstränden das Klischee des perfekten Strandurlaubs für den Pauschaltouristen.

 

 

Ausspannen

09.07.14

Der Tag geht ziemlich ereignislos vorrüber. Wir sind die letzten, die zum Frühstück kommen. Das Hotel wird überwiegend von niederländischen Touris besucht. Ich habe es ausgesucht, weil mir die hübschen Bungalows so gefielen. Wir drei haben in unseren genug Platz. Eigene Moskitonetze haben wir von zu Hause mitgebracht und kleideten schon gestern das dritte Bett damit aus. Am Mittag kommt eine Reiseleitung von der TUI zu einer sogenannten Sprechstunde. Ich wollte erst nicht hin, sondern lieber meinen Liegeplatz am Stand verteidigen. Sogar hier auf Zansibar ist es zum Sport geworden, morgens vor dem Frühstück sein Handtuch auf der Liege seiner Wahl zu legen frown Die Dame von der TUI rasselte die üblichen Informationen herunter. Aber Ausflüge haben wir dann mal bei ihr gebucht. Morgen fahren wir dann zum Jozani Forest und nach Prison Island, in der Hoffnung, dort ein wenig schnorchenln zu können. Dann überlegten Jannik und ich nicht lange nach und machten eine Tour für uns beide nach Stone Town fest. Wir dürfen zwar zur Zeit  nicht in jede Ecke herumstöbern, aber wenn man schon einmal hier ist, mit einem Guide an der Seite, wird das schon "schief gehen". Aber eigentlich möchte ich jetzt schon auf das Festland. Ich werde also geduldig drauf warten, endlich wieder Löwen und Zebras gute Nacht zu sagen!

Ebbe und Flut beherrscht die Ostküste enorm. Nur bei Flut kann daran gedacht werden im Meer zu Baden. Dann aber mit sehr hohen Wellen! Der Strand ist schneeweiß und wunderschön! Am Nachmittag werden Tische und Stühle aus dem Main-Restaurant zum Strand befördert. Wir werden unser zweites Dinner am Strand einnehmen!

 

  

  

 

Jozani Forest und Prison Island

10.07.14

Kurz nach 8.00 Uhr werden wir von unserem deutschsprachigen Guide Ali abgeholt. In dem kleinen Bus sitzen schon 8 andere Urlauber und wir sind die letzten, die einsteigen. Das sind überwiegend Belgier und Niederländer, die uns grüßen. Ich bin echt froh, wieder aus der Hotelanlage herauszukommen. Man hat kaum Gelegenheiten, außerhalb der Hotelanlage etwas zu unternehmen. Wir fahren jetzt zum Jozani Forest Reserve. Der Jozani ist der letzte zusammenhängede Urwald Zansibars. Neben Wildschweinen, Moschusböckchen und kleinen Ducker Antilopen, wovon wir rein gar nichts gesehen haben, lebt hier der nur hier vorkommene Red Colobus Monkey oder auch zansibarischer Stummelaffe. Sie sind recht zutraulich (wieso auch immer) und ihnen macht die Gegenwart von Menschen rein gar nichts aus. Den Touris wird nahegelegt, sie aus 3 m Entfernung betrachten und zu fotografieren . Auf einem Naturpfad erzählt Ali uns von den Baumarten und den Mangroven.

  

 

  

 

Weiter geht es Richtung Stown Town. Hier im Büro von der örtlichen Reiseagentur, bei der wir unsere beiden Touren gebucht haben, bezahlen wir die Ausflüge. Es ist hier immer noch nicht möglich, überall mit der Kreditkarte zu bezahlen. Nach diesem kurzen Stop parken wir am Hafen und setzen ins Boot über, das uns nach Cangu (Prison) Island bringen soll. Der Wellengang ist stark und ich befürchte, wir haben also doch Pech gehabt. Hier wollten wir gern Schnorcheln und obwohl uns Mnemba Island an der Ostküste empfohlen wurde, wählten wir diese Insel, da sie besser mit Jozani zu kombinieren war. Prison Island war früher eine Zwischenstation für Sklaven, die von hier aus nach Arabien verkauft wurden. Später diente das alte Gefängnis als Quarantänestation indischer Einwanderer. Zuerst aber besuchen wir die Seychellen-Schildkröten, um dann im alten Gefängnisgebäude unser Lunchpaket zu plündern.

  

  

 

Wir kommen am frühen Nachmittag zurück zum Boot und fahren zu einer Korallenbank. Einige Touristen versuchen ihr Glück beim Schnorcheln, kommen aber ganz fix zurück zum Boot und berichten, dass sie keine Fische und nur kaputte Korallen gesehen haben. Ich lobe mich, nicht auch ins Wasser gesprungen zu sein! Unsere Zeit hier auf Zansibar ist knapp und ich befürchte, wir werden hier nicht Schnorcheln gehen. Ich widerspreche also hiermit die Aussage von irgendwelcher Reiseliteratur: Zumindest zu dieser Jahreszeit ist es absolut nicht möglich, überall auf Zansibar Erfolg beim Schnorcheln zu haben! Wir langweilen uns auf dem Boot, bis alle Touristen wieder am Bord sind.

Facebook ist auch hier:

 

Gegen 17.00 Uhr kommen wir wieder im Hotel an. Prison Island hätten wir uns sparen können. Stattdessen hätten wir uns ein Taxi nehmen und zum Jozani-Forest fahren sollen, denn der Ausflug war sicher interessant. Die Tour heute hat uns pro Person ca. 70 US$ gekostet.

 

Strandtag

 

11.07.14

nix los! Der Tag plätschert ereignislos daher. Was soll ich schreiben?

 

 

Stone Town

12.07.14

 

Jannik und ich stehen um 8.00 Uhr an der Rezeption parat. Ali wird uns heute wieder begleiten. Wir zwei fahren heute für einen halben Tag nach Stown Town. Marco bevorzugt seinen Liegestuhl. Wir werden aber pünktlich abgeholt und fahren wieder aus der Hotelanlage raus. . Heute Nachmittag treffen wir uns wieder am Strand. Jede Wette, das Jannik und ich mehr erleben werden ;) Muslimische Gebäude werden uns aus Sicherheitsgründen nicht gezeigt. Zu groß ist hier die Angst vor Bombenanschlägen, die bis vor kurzen noch in Stown Town passierten. Aber uns soll es recht sein.

Als erstes fahren wir den Markt in Stone Town an. Durch die engen Gassen quetschen wir uns  durch den Gewürzmarkt, dann zum Fischmarkt, zur Fleischabteilung, zum Obst -und Gemüsemarkt, zum "Geflügelschlachthof", um dann, endlich wieder über frische Luft froh zu sein, noch einmal zum Gewürzmarkt zu gehen. Ich erstehe hier Vanilleschoten und Safran für einen unglaublich guten Kurs. Zwei nicht zu kleine Tütchen jeweils davon für zusammen umgerechnet 5 Dollar. Ich finde die zansibarischen Händler auch gar nicht so penetrant, wie auf so manchen Markt in der Welt. Zum ersten mal macht es mir richtig Spass zu handeln.

  

  

  

  

  

wir haben genug vom Gestank, der in den tierischen Abteilungen schon manchmal sehr extrem zu vernehmen war, vor allem vom Hühnermarkt, wo die Tiere noch vor Ort, ganz nach den Wünschen der Kunden, geschlachtet und ausgenommen werden. Ich würde mal so sagen: hier findet jeder das, was er sucht blush Jannik jedenfalls schwört nun, er würde sich nun nur noch vegetarisch ernähren wollen. Sein Vegetarierdasein dauerte rund sechs Stunden, denn dann gab es im Hotel Abendessen wink

 

 

Es geht weiter durch Stown Town. Durch die engen Gassen halte ich immer wieder meinen Spaziergang an und mache Fotos von den wirklich tollen Türen, die hier in der Altstadt an vielen Gebäuden angebracht waren. Mir sind die schönen, aus Holz geschnitzten Türen, schon im Oman aufgefallen. Hier auf Zansibar gibt es sie entweder im indischen Stil (mit Rundbögen) oder im arabischen Stil (eckig). Wir kommen an dem Hindu-Tempel an und machen einige Fotos. Er soll der einzigste in Stown Town sein, der noch existieren soll.

 

 

 

was wohl ein Elektriker sagen würde, wenn er erkennt, dass hier die Stromleitungen fröhlich neben den Wasserleitungen herumbaumeln?surprise

   

 

Wir kommen nun an der Hafenbucht heraus. Wir laufen weiter zum "House of Wonders", auch "Beit al-Ajaib" genannt. Es hat eine reiche Geschichte. Es war nämlich das erste Haus in Ostafrika mit elektrischen Strom und fliessendes Wasser. Die Menschnen damals fanden das Haus einfach wunderbar. Heute ist hier ein Museum. Wir gehen aus Sicherheitsgründen nicht hinein. Ich fühle mich zwar sicher hier, aber Ali folgt sicher nur seinen Anweisungen.

Wir kommen zum "Old Dispensary", einer alten Apotheke. Sie wurde 1887 gebaut und diente als Hospital und Apotheke. Aga Khan restaurierte das Gebäude 1964 und nun ist hier das " Stone Town Cultural Center". Auch hier gehen wir nicht hinein, sondern spazieren weiter zum Arabischen Fort, das Old Fort, das auch nicht weit entfernt ist.

Es wurde um 1700 erbaut und noch heute finden hier Events statt. Im 19. Jahrhundert diente es zeitweilig noch als Gefängnis. Jannik schließt hier Freundschaft mit den herumlaufenden Katzen. Mir fällt auf, das hier viele Katzen unterwegs sind, aber kaum Hunde!

  

  

Wir essen in einem noblem Hotel auf der Dachterasse unsere Pizza, während Ali sich von uns verabschiedete, um zu beten. Der Muezzin schreit sich schon die Kehle aus dem Hals. Es ist Ramadan!

  

 

Jannik bestellt sich eine vegetarische Pizza smiley

Wir brechen danach auf, machen noch ein Foto vom angeblichen Geburtshaus von Freddie Mercury. Unsere kleine Reisegruppe teilt sich nun auf. Die meisten verlängern die Tour noch mit der "Spice-Tour". Die haben wir ausgelassen, denn es wäre die x-te Wiederholung für uns gewesen. So langsam kennt man alles.

Um 14.00 Uhr kommen wir im "Sultan Sands" an und gesellen uns zu Marco. Wir springen in den Pool und genießen den Strand. Jannik und ich möchten den Ausflug nicht missen. Es hat Spass gemacht, duch die engen Gassen zu laufen.

 

 

   

 ob das wirklich das Geburtshaus von "Freddie" gewesen ist?

 

 

 

 

 

nicht gut drauf - krank -

13.07.14

Mit geht es nicht gut. Die halbe Nacht habe ich auf der Toilette verbracht. Vollgepumpt mit Loperamid und Buscupan bin ich irgendwann um 4.00 Uhr eingeschlafen. Mit irgendetwas habe ich mir gründlich den Magen verdorben. Jannik und ich hatten am Tag zuvor mittags Pizza gegessen. Er hingegen schlief neben mir wie ein Baby. Ich denke nicht, das die Pizza der Grund gewesen ist. Wir werden besser mit dem Essen aufpassen. Heute haben wir uns zwar nichts vorgenommen, aber es war der große Tag des WM-Finales! Egal wie krank ich bin! Das wird geguckt bis zum bitteren Ende! Den ganzen Tag habe ich keinen Hunger. Nicht einmal riechen kann ich was. Marco und Jannik hingegen geht es gut! Sie nutzen den freien Tag am Strand und am Pool. Wir gehen zusammen bei Ebbe weit hinaus und schauen, was am Boden des Strandes so zu finden ist. Und irgendwie ging dieser apetitloser Tag vorüber!

  

Ein paar Impressionen vom "Sultan Sands Resort".  Morgen fliegen wir nach Arusha und unsere "Safari" beginnt. Wir sind eigentlich gerne hier. Die Mitarbeiter sind immr äußerst nett, die Zimmer werden immer sauber gehalten und eigentlich war auch das Essen geschmackmäßig sehr gut. Mir ist es ein Rätsel,wieso ich auf einmal solche gesundheitlichen Probleme bekam. Aber diesen Nachmittag verbringen wir relaxt. Wir beobachten die zansibarischen Frauen, die bei Ebbe das Seegras verarbeiten, bevor die Flut wieder den gesamten Strand unterspült.

 

 

  

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um 22.00 Uhr Ortszeit spielen nun unsere Jungs gegen Messi und so, um sich die Krone des Weltfussballs zu sichern. Mal ehrlich. Das werden wir doch schaffen?

Um 21.30 Uhr sitzen wir, mit anderen Touris zusammen (Holländer wink) vor der großen Leinwand. Es wird spannend. Ich schlürfe Tee in mich hinein, bin echt kaputt, aber ich freue mich total auf das Spiel! Es geht mir richtig auf die Nerven, wenn die überwiegend holländischen Touris sich bei guten Spielzügen für die Argentinier freuen. Dient hier gerade nicht zur Völkerverständigigung. Aaaber wir führen in der Verlängerung. Es ist bis zum Erbrechen angryhochspannend und eeeeeeeeendlich! Wir haben den Pokal! Wir sind Weltmeister.Wir schauen noch eine ganze Weile auf den Bildschirm, bis wir merken, das wir fast die letzten sind, die hier noch sitzen. Olé Olé smiley

                  

 

Arusha

14.07.14

Wir haben durchaus schon Erfahrungen sammeln können, was afrikanische Fluggesellschaften anbelangt. Eher schlechtere! Heute werden wir Zansibar verlassen und morgen früh unsere "Safari" beginnen. Mit geht es auch etwas besser, trotz des wenigen Schlafs in den letzten Nächten. Unseren Flug mit der Precision Airline haben wir noch zu Hause von 15.00 Uhr auf 17.00 Uhr verlegt,damit wir nicht stundenlang am Flughafen auf den Weiterflug warten müssen. Dieser geht nur bis Dar es Salaam. Dann müssen wir umsteigen. Der erste Flug dauert gerade einmal eine knappe halbe Stunde. Um 20.00 Uhr werden wir dann planmäßig am Kilimanjaro Airport landen, wo dann unserer Guide auf uns wartet. Er bringt uns dann in die Arusha Safari Lodge.

Vor dem Frühstück frage ich an der Rezeption nach, ob mir jemand unsere Flüge rückbestätigen könnte. Der freundliche Mitarbeiter nickte und sagte, wir sollen einfach nach dem Frühstück zurückkommen und nachfragen. In der Zwischenzeit habe er das geklärt. Nach dem Frühstück und eine Stunde Liegestuhlliegen später gehen wir zurück, davon ausgehend, dass alles in Ordnung sei. Das ist es aber nicht! Wir stehen auf der Passagierliste für den Flug um 15.00 Uhr! Das heisst für uns jetzt nichts anderes als zwei Stunden eher zum Flughafen zu fahren und in Dar entsprechend länger die Zeit abzusitzen! Schade, es hätte auch einmal alles glattlaufen können! Also checken wir bald aus und lassen uns per Taxi zum Flughafen bringen. Wir geben unser Gepäck auf und lassen uns irgendwo im Flughafen, ne Flughäfchen,nieder, um  E-Mails abzuchecken! Und siehe da, es ist eine von Thürmer-Reisen dabei! In ihr steht, dass sie hoffen, dass wir unsere Maschine noch rechtzeitig erreichen, da der Flug gestrichen wurde. Den Aufenthalt auf Zansibar habe ich in meinem eigenen Online-Reisebüro gebucht. Also kann Thürmer unmöglich wissen, in welchem Hotel wir auf der Insel gewesen sind. Es war nett, dass sie versucht haben, uns zu erreichen. Zum normalen Service hätte es nicht dazugehört. Das weiß ich auch!

In Dar in den Wartesitzen whats-appen wir vor uns hin und schreiben Thürmer zurück, dass alles gut gegangen sei. Vorher aber gabs noch ein Ärgerniss. Uns wurde versprochen, dass unser Gepäck duchgeht bis Kilimanjaro. Das ist ja auch üblich! Aber ich dachte, wir gehen nicht sofort in den Transit, sondern schauen einfach mal, was auf dem Karusell so draufliegen wird. Und siehe da! Eine blaue Reisetasche, die uns gehörte, drehte sich im Kreis! Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!

Am Kilimanjaro Airport läuft alles ganz schnell. Alle drei Gepäckstücke kommen an und wir sind sehr schnell am Ausgang. Wir werden jetzt unseren Guide für die nächsten Tage kennenlernen. Der junge Mann steht auch da mit einem Schild, auf dem unser Nachname schön ordentlich draufgeschrieben war! Wir gingen zu ihm hin, sehr gespannt, ob er nun deutsch oder englisch spricht. "Hallo, Welcome to Kilimanjaro. How are you! I´m Abdallah and your guide". Also nix mit deutsch. Er ist auch gar nicht so jung. Ich schätze ihn auf 50 Jahre. So ein bißchen habe ich mir das für Jannik gewünscht, das er deutsch spricht! Aber egal. Dann wird eben übersetzt.Wir laden unser Gepäck ins Auto und fahren durch die stockdunkle Nacht. Natürlich war heute nix mit Berge gucken. Wir sind ganz schön geschafft. Die halbe Nacht gefeiert, ich noch halb krank und dann der Flug. Wir fahren ca eine 3/4 Stunde auf geteerte Straßen, dann biegen wir ab, immer höher und unwegsamer wird der Weg, bis wir gegen 22.00 Uhr in der Arusha Safari Lodge ankommen! Abdallah sehen wir Morgen wieder um 9.00 Uhr. Wir fahren dann zum Lake Manyara. Man begrüßt uns mit einem Drink und erwartet uns so um 22.30 Uhr zum 4-Gänge Menü !!! Ups! Neee, Toast hätte echt gereicht und dann wäre uns nach Schlafen! Aber wir sind um halb elf im Restaurant! Ich kann immer noch nicht so viel essen. Eine Schande! Es muß sehr gut gewesen sein. Jannik und ich haben das Dessert nicht mehr mitbekommen. Er ist beim Hauptgericht eingeschlafen. Ich nehme ihn mit in den Bungalow und lege ihn aufs Bett und ziehe ihm das Nötigste aus. Marco kam etwas später nach. Er hat das Menü noch "abgegrast". Mir tut die Küche leid. Sie haben lange auf uns gewartet und dann essen die Touris fast nix! Es ist ein hübsches Fleckchen hier. Das erkenne ich schon im Dunkeln. Wir sind sowieso viel zu kurz hier in dieser wunderschönen Lodge. Die Arusha Safari Lodge hat gerade mal 7 Bungalows und liegt in den Bergen nahe des Arusha N.P. Wir haben quasi den Mt. Meru im Rücken, ohne  natürlich irgendetwas zu erkennen. Gute Nacht!

 

 

 

Manyara N.P.

15.07.14

 

Aber jetzt! Wir wachen als amtierender Fußball-Weltmeister auf und beginnen heute definitiv unsere Tour durch den Norden Tanzanias! Nachdem wir Simbabwe aus den unterschiedlichsten Gründen abgesagt hatten, war irgendwie klar, dass wir, so gesehen, keine halben Sachen machen, und der Norden von TAN von uns bereist werden sollte. Die Serengeti und der Ngorongoro-Krater müssen einmalig sein auf dieser Welt! Auch wenn unsere Tour für meine Begriffe sehr kurz gehalten ist, freue ich mich auf alles, was kommt. Und es geht mir besser!

Die Lodge ist eigentlich einfach zu schön, um nur zu übernachten. Ich mache ein paar Fotos:

 

  

Man achte auf die Sonnenhüte links unten auf den Sonnenliegen. Soll mal einer behaupten, hier wäre an nichts gedacht!

Heute jedenfalls, werden wir nach dem wirklich reichhaltigen Frühstück,Richtung Lake Manyara N.P. fahren. Wir kaufen noch in Mto wa Mbu eine Kiste Wasser, Cola, Fanta und Savanna Dry in einem Supermarkt ein. Hier gibt es auch mein geliebtes "Savanna Dry" zu kaufen! Klasse! Den Genuss spare ich mir für die Sopa Lodge im Ngonrongoro auf, dann, wenn die Reise so langsam dem Ende zu geht.

Ich denke definitiv nicht, das wir gerade im Manyara Park im Baum sitzende Löwen sichten können. Das scheint sowieso absolut selten zu sein. Aber die Pelikane am See.... sie beeindrucken.

Arusha und Mto wa Mbu:  

  

  

sind gleich da:

  

 

Infos Manyara National Park

Der 1960 gegründete Manyara N.P. ist der einzigste Rift Valley Nationalpark und 130 km von Arusha entfernt. Bekannt geworden ist er u.A. durch den Dreh des Filmes "Hatari". Mehr als die Häfte des Parks wird von dem fast 1000m hoch gelegenen abflusslosen See eingenommen,  den Lake Manyara, wo, je nach Jahreszeit, pinkfarbende Flamingos beheimatet sind. Eingekeilt zwischen der ca 400 m hohen und an einigen Stellen senkrecht abfallenden Grabenwand und dem sodahaltigen Lake Manyara erstreckt sind das Schutzgebiet über ca. 35 km, ist aber durchschnittlich nur 4 km breit. Der Süden wird von Sümpfen bestimmt. Dort betreibt das Volk der Mbugwe Feldarbeit. Dieser Park wird oft von der Tourismusindustrie beworben als der Park der Baumlöwen. Dieses ungewöhnliche Verhalten wurden früher nur hier und im Queen Elizabeth N. P. in Uganda beobachtet. Mittlerweile gilt dies als überholt und man beobachtete dieses Verhalten auch in anderen Nationalparks. Aus diversen Reiseberichten haben wir die Information, dass die meisten Gäste kein Glück hatten, die Baumlöwen zu erspähen, sondern später in anderen Parks mehr Erfolg hatten. Schauen wir mal, was uns hier an Wildtieren vor die Linse gerät! Warum die Löwen hier lieber faul auf Bäumen liegen statt auf den Boden, ist den Wissenschaftlern nicht ganz schlüssig, aber man vermutet, die Löwen versuchen so vor den Tse Tse-Fliegen zu flüchten. Der Manyara kann ganzjährig besucht werden. Ideal sind die Zeiten zwischen den Regenzeiten, da während der Regenzeit einige Nebenpisten unbefahrbar sein können.

 

 

Wir fahren nicht direkt zur Lodge, sondern  direkt in den Nationalpark rein.

  

  

  

ich kann mich nicht satt sehen. Neben anderen Getier, wie Gnu, Giraffe, Paviane usw. ziehen mich die Pelikane und die Elefanten in den Bann...

 

okay.... die Elis kamen sehr nahe.... zum Glück....nicht zu nahe...

Mit gebührenden Abstand beobachten wir die kleine Herde.

 

 

Die Kirumuru Lodge gefällt uns auf Anhieb. Vom Zelt aus haben wir eine super Aussicht auf den Lake Manyara. Im Zelt gibt es alles, was man braucht. Es ist sauber und sehr ruhig hier.

  

  

Am späten Nachmittag machen wir einen Walk mit einem Massai. Er erklärt uns die Pflanzen, den Manyara Busch, die ätherischen Öle von einigen Pflanzen, die sogar bei Gelbfieber und Malaria helfen sollen. Die Massais schwören auf die Naturmedizin und man möchte glauben, hier im Busch wächst für jede Krankheit das entsprechende Kraut.

  

links: der Malaria-Baum. Soll angeblich bei einer Infektion helfen.

Wir essen zu Abend. Ich kann immer noch nicht viel Essen und bin zudem natürlich wieder sehr müde. Wir gehen zurück zu unser Zelt und legen uns hin. Aber anstatt in die afrikanische Nacht hineinzuhören, brüllt irgendwo ein Muezzin stundenlang und erinnert alle Moslems, das jetzt die Sonne untergegangen ist und man nun Essen und Trinken darf. Es ist ja Ramadan. Ich möchte weder Essen, noch Beten und noch Trinken! Ich möchte schlafen!

Morgen fahren wir zum Lake Natron.... ich freue mich. Wir haben am Lake Manyara so einiges gesehen. Aber hier gab es weder Oryx noch irgendwelche auf dem Baum liegende Löwen, wie in Büchern zu lesen war. Die Pelikane aber waren klasse!

 

 

 der lange Weg zum Lake Natron

16.07.14

Das war definitiv die beste Nacht auf der bisherigen Reise. Mit ausreichend Schlaf und guter Laune wache ich auf, bis ich im Bad auf Marco treffe. Jetzt hat der  arme einen verdorbenen Magen. Man kennt das ja! Es ist nervig, ständig zur Toiletten zu rennen. Demnach haben wir jetzt zwei Kandidaten, die erstaunlich wenig am Frühstückstisch Eier und Speck bestellen. Ein Toast für jeden! Das reicht! Jannik hingegen geht es gut. Aber er bestellt sich auch nur ein Toast. Ich habe sehr zu seiner Freunde von zu Hause Nutella mitgenommen. Ein wenig geschältes Obst für ihn und etwas Saft. Und schon steht Abdallah überpünktlich an der Rezeption und wartet geduldig, bis wir ausgecheckt sind.

In Mto wa Mbu kaufen wir noch einmal etwas ein und werden jetzt die ziemlich schlechte Piste zum Lake Natron befahren. Massai- Land! Ich möchte mir nicht ausmalen, wie die Piste während der Regenzeit zu befahren ist. Wir werden nun sechs Stunden durchgerüttelt. Die Landschaft wechselt und die grüne satte Landschaft verwandelt sich in eine Halbwüste. Sehen uns die Massai-Kids, rennen sie zum Auto und winken einem zu. Links von uns ragen die Northern Highlands empor, rechts von uns ist nix und wieder nix. Höchstens mal Ziegen oder Kühe. Wieder mal verlangsamen wir unsere Fahrt von ca höhstens 40 km/h auf Schrittgeschwindigkeit, damit die verdammten Tiere endlich die Piste räumen. Und staubig ist auch alles. Und es wird immer wärmer und wärmer. Es ist ist sehrspannend, hier durchzufahren. Und dann sehen wir den Ol Doinyo Lengai, den heiligen Berg der Massais. Er ist noch noch aktiv und in so mancher Nacht hört man ihn an seinem Fuße brodeln. 

 

  

links: Massai-Dorf rechts: die Piste (hier aber recht harmlos)

der Ol Doinyo Lengai

  

 

Und jetzt halte ich es nicht mehr aus. Bei einer passenden Gelegenheit gebe ich einem kleinen Jungen (oben) meinen Apfel, der vom Lunchpaket übrig geblieben war. Ich ernte ein süßes "Asante". Dann bekommt er noch eine Wasserflasche und er rennt fröhlich davon. Und nun sind wir da nach sechs Stunden Durchrütteln!

 

 

 

 

 

 

 

Info Lake Natron

Im umzugänglichen Norden des osttanzanischen Rift Valley, liegt der Lake Natron. Der "Glutkessel" liegt 300 m tiefer als der Lake Manyara. Der Nordzipfel ragt schon in das Nachbarland Kenia hinein. Der stickige sodahaltige Salzsee erinnert an das Tote Meer. Auf der gesamten Westflanke des Sees zieht sich das Loliondo Escarpment mit den bis zu 1700 m hohen Mosonik-Bergen, dem riesigen Mbalelu-Kraterloch und dem Vulkanberg Ol Doinyo Sambu (2042m) ganz im Norden.  Die Ostseite des Sees nimmt die Ebene des Mt. Gelai ein. Durch die enorme Hitze verdunstet viel Wasser aus dem Lake Natron. Wo der See tiefer ist, bewirken einzellige Algen und Purpurbakterien eine flächenhafte Rotbraun- bis Purpur-Färbung der Oberfläche. Dies dient den Flamingos als Nahrungsgrundlage, die dem Sodaschlamm zu trotzen scheinen. Ein unwirklicher Ort. Der Lake Natron sollte unbedingt ins Programm gehören, riet man uns. Von Juni bis November versammeln sich hier mehr als drei Millionen Flamingos. Leider waren sie während unseres Aufenthalts nicht hier, sondern in Kenia. Aber auch hier droht Gefahr für die Natur durch den Bau einer Sodaaschefabrik. Soweit wir wissen, ist hier bis dato noch keine Einigung zwischen der Opposition und den Befürwortern erfolgt. Hoffen wir das Beste!

 

Bilder vom Camp:

  

 

Es ist echt warm hier. Man möchte am liebsten in den Pool springen. Aber das ist nicht so einfach hier angry 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gegen 14. 00 Uhr kommen wir ins Natron Camp an, total verschwitzt. So und nun die Enttäuschung des Tages! Hier sind momentan keine Flamingos! Sie sind zur Zeit in Kenia frownNa super! Das wäre unser Programm für heute Nachmittag gewesen! Und zum nahe gelegenen Wasserfall lohnt sich der Weg auch nicht. Er ist zur Zeit nur ein Rinnsal. Abdallah schlägt vor, heute einfach im Camp zu bleiben. Einige Touris sind wirklich enttäuscht vom Ausflug zurück ins Camp gekommen. Sie haben 40 US$ pro Person aus dem Fenster geschmissen. Es war nix los am See. Aber Marco hat sowieso schlimme Kopfschmerzen. Er geht schon um 18.00 Uhr ins Bett. Wir übrig gebliebenden vertrödeln die Zeit mit Spielen und Herumlaufen. In den Pool können wir ja nicht. Jannik und ich gehen alleine zum Abendessen und essen mal wieder Mengen wink

 

 

 

Auf zur Serengeti 

17.07.14

 

Das war mit Abstand die wärmste Nacht der ganzen Reise. Aber einigermaßen fit wacht Marco auf. Wir frühstücken schnell, allerdings wieder nur Toast. Es ist jetzt 8.30 Uhr Die Reise geht weiter. Abdallah lädt unser Gepäck in das mittlerweile wieder saubere Auto. Wir fahren Richtung Norden, später weiter Richtung Loliondo. Zunächst machen wir kurz nach der Abreise einen Stopp, um wenigstens ein Foto vom See zu haben. Hier schimmert wirklich nix rosa! Nix Flamingos! Gar nix ist hier! Ganz klar,sind wir enttäuscht! Schade, wir hätten das gerne alles mal "in rosa" gesehen.

  

der Lengai ohne Wolke drauf

 

Also, ab ins Auto und weiter. Mehr gibt es hier leider nichts zu sehen. Die Landschaft ändert sich schon wieder. Es wird wieder etwas grüner und kühler. In dem kleinen Nest Wasso machen wir eine Mittagspause. Wir bestellen Cola und wir verdrücken, dieses mal mit wesentlich mehr Appetit, die sorgfältig eingepackten Sandwiches, Eier und etwas Obst. Auf die Toilette müssn wir auch :(

 

  

wunderschön, oder?

 

Gegen 14.30 Uhr kommen wir am "Kleines Gate" im Norden der Serengeti an. Abdallah holt das Permit und wir schauen uns um! Hir oben im Norden sind wenige Touristen unterwegs. Endlich sind wir gleich da und fahren im Camp.Nach dem Schmach am Lake Natron freuen wir uns jetzt auf ereignisreichere Tage. Abdallah kommt wieder zum Auto zurück und macht das Dach vom Auto auf. Ab jetzt ist das nicht einfach mehr eine Fahrt, sondern ein Gamedrive smiley

 

 

Infos Serengeti National Park

Die Größe des Serengeti National Parks entspricht ungefähr die Größe Schleswig Holsteins. Der 1951 gegründete und somit älteste Park des Landes ist das Herz eines gewaltigen Ökosystemes, dessen Artenreichtum seines Gleichen sucht. Die Serengeti bietet die angeblich höhste Konzentration an frei lebenden Raubtieren, allerdings auch eine enorme Konzentration an Touristen. Ca. 150.00 Touristen besuchen mittlerweile jährlich die Serengeti. Nach der Abtrennung des Ngorongoro-Gebiets  zu einem eigenen Schutzgebietes kam 1959, auf Druck von dem wohl jedem bekannten Prof. Grzimek (Film "die Serengeti darf nicht sterben"),  noch eine Verbindung zur kenianischen Maasai Mara hinzu. Nicht ohne guten Grund, denn so kann die jährliche Wanderung der Gnus, die Migration, aufrecht erhalten werden. Jährlich wandern 1,5 Mio Gnus und andere Huftiere im Uhrzeigersinn durch die Serengeti. Vor einiger Zeit plante die tanzanische Regierung, einen Highway durch die Serengeti zu bauen. Glücklicherweise sind die Bemühungen gescheitert, denn die UNESCO drohte, dem Park den Status des Weltkulturerbes abzuerkennen. Gottseidank, dass dieses Ökosystem bis auf weiteres nicht gestört wird.

die Wanderung der Gnus / die Migration:

Im Januar bis März erreichen die Gnus, von der kenianischen Maasai Mara kommend, die südlichen Ebenen der Serengeti, wo sie bald kalben werden.  In der Ndutu-Region werden in Kürze tausende von Gnukälbern und Zebrafohlen geboren, immer in Gefahr, Beute von hungrigen Raubtieren zu werden. Nun grasen sie hier und bewegen sich langsam leicht nordöstlich innerhalb der Serengeti weiter. Im Mai, zu Beginn der Regenzeit, ist hier alles Gras abgeweidet und der Treck mit Millionen von Tieren bewegt sich in den Western Corridor der Serengeti weiter. Mitte Mai/Juni sammeln  sich dann einige Hunderttausend Gnus südlich des Grumeti-Rivers, bevor das erste große River-Crossing stattfindet. Im Juni/Juli, wenn die nahrhaften Gräser für die Gnus im Western Corridor knapp werden, ist das Wasser des Grumeti River flach genug, sodass die Gnus ihre Wanderung Richtung Norden fortsetzen können. Tausende Gnus überqueren den Fluss so schnell es eben geht, um nicht Opfer von Krokodilen zu werden. Die Meisten schaffen es natürlich und so setzt sich der Treck weiter Richtung Norden. Bis September ziehen die Herden durch die Grumeti, Seronera und das Ikorongo Game Reserve und überqueren später den Mara River. Das zweite Crossing beginnt!  Im Norden, in der kenianischen Maasai Mara, finden sich die Tiere bis zum Einsetzten der kleinen Regenzeit Anfang November ein und finden hier saftiggrünes Gras. Nun wandern sie wieder in den Süden, immer auf der Suche nach nahhaften Gräsern und den Regen, bis sie sich wieder im Januar in der Ndutu-Region einfinden. Wieder entsteht hier neues Leben und so schließt sich der Kreis der Wanderung der Gnus in der Serengeti und der Kampf um Leben und Tod beginnt vom Neuen!

 

weiter geht's:

Es ist jetzt 12.30 Uhr. Wir fahren jetzt hinein. Ab sofort sehen wir keine Massais mehr, sondern nur noch Tiere. Und .... wir haben Glück gehabt. Wir sehen den aller letzten Trupp der Gnus.Die Gnus sind viel zu früh in die Massai Mara aufgebrochen auf der Suche nach saftigen Gras. Der Boden ist einfach zu trocken. Zu Hause habe ich schon gelesen, dass die Gnus schon Seronera verlassen haben. Wir waren also darauf vorbereitet. Wenn man für den Juli die Serengeti plant, hofft man eigentlich, zigtausende Gnus hier anzutreffen. Stattdessen sehen wir nur noch den letzten Trupp. Jedenfalls freuen wir uns über sie.

Wir durchqueren fast die Hälfte des Parks und mache für mich eine Entdeckung. Ich habe noch nie eine Tse Tse-Fliegen "in echt" gesehen, aber irgendetwas ist uns gerade ins Auto geflogen und klebt nun an der Scheibe. Ich versuche, das Tier wieder herauszubefördern und nehme ein Stück Papier. Die Fliege will nicht raus. Ich schaue genauer hin. Sie legt ihre Flügel komplett aufeinander. Und größer wie eine normale Fliege sieht sie auch aus. Hässlich ist die! Abdallah sagte, na klar ist das ein "Tse Tse Fly". Jetzt bekommt Jannik etwas Panik und schlägt sie tot! Wahnsinn! Das ging flott! Aber eigentlich habe ich mir die Viecher agressiv vorgestellt. Sie saß einfach nur im Auto und guckte doof! Wir kriegen noch mehr Besuch von den ihnen, aber Jannik erschliägt alle. Der Killer !

Aber nicht nur Tse-Tses-Fliegen gibt es hier: Wir haben eine, wie ich finde, gute Ausbeute an Tiersichtungen:

 

  

die letzten....

  

   

 

  

 

Kurz vor Seronera bicken wir in ein Löwengesicht!

 

Jetzt erzählt auch Abdallah, wieso er nicht erstmal Richtung Camp gefahren ist. Von einem anderen Guide hat er fahren, dass hier irgendwo in Seronera Leoparden gesehen worden sind und er erst dorthin fahren würde. Das passiert ohne Funk! Toll !!!

 

 

 

 

stundenlang könnten wir ihnen zusehen. Aber jetzt fahren wir in das Angatha Camp. Da sehen wir noch mehr:

 

süß, nicht wahr? Nun aber zum Camp:

 

 

Das Angatha Camp. Waaah, ist das schön hier! Es ist sehr schön und ruhig im Busch versteckt. Genau das habe ich mir unsere Unterkunft vorgestellt und ist bei weitem luxuriöser, als ich gedacht habe. Dieses Camp  steht noch nicht all zulange. Nächstes Jahr, so habe ich von Abdallah erfahren, wird es hier in Seronera abgebaut und woanders wieder aufgebaut. Es ist nicht demnach umzäunt. Es ist einfach wunderbar hier! Hier werden wir zwei Tage bleiben und ich freue mich und bin traurig zugleich! Hier kann man locker eine Woche bleiben!

 

 

 

 

 

Serengeti

18.07.14

Eine Nacht mit den typischen afrikanischen Geräuschen in der Wildnis geht zu Ende. Während Marco sich weiter und endgültig gesund schläft, liegen Jannik und ich schon halbwach im Morgengrauen. Hin und wieder hörten wir in der Nacht Hyänen oder Löwen brüllen. Wir schliefen im Doppelbett und Jannik rutscht näher und näher. Aber nicht vor Angst. Er weiß, dass er im geschlossenen Zelt sicher ist.  Aber es war aufregend und er fragt mich, wie nahe der Löwe nun vielleicht so sei! Wir hören schon wieder ein "Brüll". Ich gebe zu, dass er nicht weit von uns entfernt ist, aber er würde garantiert doch lieber eine kräftige Antilope bevorzugen, statt einen dünnen deutschen Jannik. Das sind Momente!

Nach dem Frühstück klettern wir wieder in Abdallahs Auto. Wir machen den nächsten Gamedrive. Die Serengeti ist wirklich außergewöhnlich tierreich. Dennoch sind sehr viele Tiere sehr weit entfernt, um sie mit meiner Kamera vernünftig einzufangen.

Zuerst fahren wir Richtung Seronera Airstrip, entdecken Spuren von Dr. Grzimek. War das sein Arbeitsplatz?  Soll ich Abdallah noch einmal danach fragen ? Gesagt hat er ja was. Aber ich hab es vergessen angry

 

 

 

 

wir  fahren weiter durch Seronera. Da tauchen die beiden Brüder auf. Es sollen noch 300 Geparden in der Serengeti geben.

Zwei durften wir eine ganze Weile beobachten:

 

 

 

Ihn bekommen wir auch noch zu Gesicht, aber der Herr denkt gar nicht daran, sich in Pose zu stellen:

 

sie ist auch nicht besser drauf!

 

Wir fahren weiter zum  Tourist Center bei Seronera, das mit  Hilfe der Zoologischen Gesellschaft in Frankfurt entstanden ist.

 

ich habe alle drei schon irgendwo mal gesehen! Das Museum ist winzig. Man könnte daraus viel mehr machen.  Zugegeben, Jannik guckt etwas ernst. Er hat Hunger, vermutlich also das selbe Problem wie heute Morgen die Hyäne und der Löwenmann. Wir kaufen im Shop noch Popcorn und fahren zurück zum Camp. Vorher aber halten wir am Hippo-Pool und schauen ihnen etwas zu:

 

 

Wir essen Mittag und ruhen uns im Camp aus. Während ich krampfhaft versuche, meinen Reisebericht weiterzuschreiben, pumpt Marco den Fußball auf und spielt mit Jannik. Entnervt gebe ich mein Geschreibe auf. Wir erleben zu schnell zu viel auf einmal. Einerseits ist das gut, andererseits ist das schlecht. Wie soll ich das bitte alles verarbeiten? Dann kommen die Elis durch das Camp.

  

Törööö! Platz da!

 

Um 16.00 Uhr holt Abdallah uns zum Nachmittagsdrive ab. Eigentlich haben wir kaum noch irgendwelche Erwartungen. Man spricht ja davon, dass die Serengeti die höchste Löwendichte weltweit haben soll. Ich stelle fest, dass ich sowieso viel weniger Fotos mache wie noch auf den Reisen davor. Stattdessen fange ich an, Situationen und Tierentdeckungen zu geniessen. Nach diesem Gamedrive bin ich mir sicher, dass wir jeden Weg hier öfters entlang gefahren sind.

 

 

wieder Leo-Alarm! Aber weit weg und im schlechten Licht:

 

 

 

wir beobachten noch die Elefanten und die Hippos am Hippo Pool, bevor wir zurück ins Camp fahren. Vor dem Abendessen - und das liebe ich - gesellen wir uns zum Campfire, der sich irgendwann auch mit anderen Menschen füllt. Ein guter Mix aus Südafrikanern, Kanadiern und wir diskutieren jetzt über die besten Plätze und Orte in Afrika. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Serengeti - Ngorongoro

19.07.14

Wer denkt, man fährt hier nur von A nach B und die Fahrten zwischendurch sind langweilig, der hat eine Tour in dieser Form noch nicht gemacht! Diese Nacht hörten  wir wieder in die Tiere. Wir nehmen Abschied vom Angata Camp. Und irgendwie heißt das auch, dass wir icht mehr lange in Tansania sein werden. Der nächste Stop ist der Ngorongoro-Krater, gefolgt vom Tarangire N.P. Es hat uns hier ausgesprochen gut gefallen! Hier gibts nix zu meckern!

Aus dem Camp ausgecheckt, begrüßen uns die Gazellen als erstes!

 

Es dauert nicht lange, da entdecken wir eine Löwin. Wir beobachten sie eine ganze Zeit und fahren ihr hinterher. 20 Minuten später ... aha .... sitzt der Löwenmann im Gras. Sie lässt ihn aber links liegen und geht weiter bis zu einem Kopje (Granitfelsen). Und da sitzt eine ganze Löwenfamilie.

 

 

 

der Bock nimmt die Löwin wahr und lässt einen Panikruf heraus. Aber er regt sich zu unrecht auf.

  

die Löwin kommt zu ihrem Rudel und begrüßt die anderen.  Elefanten sind ganz in der Nähe . Das interessiert vor allem die Kinder! Aber auch die Löwin, die zum Rudel gekommen ist. Sie läuft zu den Elis, sucht aber schnell wieder das Weite, da die Leitkuh ihr unmissverständlich mitteilt, das sie sich zu verziehen hat. Das habe ich leider nicht genau ins rechte Bild rücken können, da ich zu sehr auf die Löwenkinder fixiert bin.

 

heartmein absolutes Lieblingsfoto heart

 

Wir fahren immer weiter Richtung Süden. Die Baumsavanne schwindet. Jetzt wächst hier, tief im Süden, nur noch Gras. Hier steht praktisch gar kein Baum mehr. 

Natürlich sind hier auch Tiere:

 

                                                                                                Hartebeest

 ist da wer?

 

Dösende Löwen bei der Mittagspause. Wir denken, dass ist ein guter Platz für eine Rast:

 

Gute Nacht!

 

die drei werden wach und machen sich davon.... und wir sind satt. Wir fahren weiter.

 

 

Die Hyänen sind ganz schön vollgefressen. Wir sind schon in Ndutu: 

 

Wir fahren durch Ndutu und an der Oldupai-Schlucht vorbei. Zwischendurch halten wir kurz an und geben die Reste unserer Lunch-Boxen den Massai-Kindern. Während im Serengeti N.P. keine Massais leben, fristen sie hier ein dasein. Wir geben nur die Lebensmittel ab und Wasserflaschen. Die Box selber entsorgen wir woanders.

Wir kommen an einem Massai-Dorf an. Wir steigen aus. Mit einem Autoreifen ist etwas nicht in Ordnung. Abdallah und ein paar Massais vom Dorf schauen, was los ist. So genau kann ich die Szene nicht mehr weiter verfolgen, denn für uns wird nun ein wenig getanzt, das Dorf und die Schule gezeigt. 30 Dollar p. P. kostet uns das. Das verdiente Geld, so wird uns gesagt, wird an alle Familien und Dörfer in der umliegenden Umgebung verteilt. Ich hoffe, das ist kein Fake.

 

 Info Oldupai Schlucht

Die im Westen der Ngorongoro Conservation Area befindliche 55 km lange Oldupai Schlucht gilt als der Grand Canyon der Evolution.  Das Anthropologische Ehepaar Mary und Louis Lakey untersuchten in den 1930 er Jahren die Schlucht nach fossilen Überresten von Früh-Menschen. Es gab guten Grund  dazu, denn bereits zur deutschen Kolonialzeit, also vor dem 1. Weltkrieg, fand hier ein eigentlich nach Schmetterlingen suchender Prof. Kattwinkel ein Skelett, dass für Erregung in der Weltöffentlichkeit sorgte, denn niemand hatte bisher je angenommen, dass  unsere Vorfahren "dunkle" Afrikaner waren. Weitere Expeditionen scheiterten. Der 1. Weltkrieg stoppte weitere Versuche, bis eben Louis Lakey und seine Frau eine Fülle von Steinwerkzeugen und andere Dinge während einer Safari in dieser Schlucht fanden. Am 17.07.1959 dann der bahnbrechende Durchbruch der Spurensuche. Der Fund des über 2 Mio alten "Nussknackermenschen"  genannt "Boisei" der Gattung Australopithecus. Später, im Jahre 1978, fand man hier drei Fußabdrücke unserer Vorfahren, wahrscheinlich Mutter, Vater und Kind. Man schätzt die Laetoli Footprints auf 3,7 Millionen Jahre!

Und ja, wir sind daran vorbeigefahren. Abdallah ist der Ansicht, dass das Museum nur Zeit kostet und die Wanderung in der Schlucht langweilig ist. Ob er gemerkt hat, das wir etwas erschöpft sind? Jedenfalls macht es uns nichts aus, aufgrund der vielen Eindrücken weiter zum Ngorongoro-Krater zu fahren. Auf jeden Fall; hier gab es den bemerkenswerten Fund.

 

ach ja, das Dorf:

neugierig

 

 

 

ich plaudere als "Mutti der Nation" noch etwas mit den Kindern. Sie sind echt süß! Ich würde glatt noch eins via S0S Kinderdorf adoptieren, hätte ich nicht schon Mapalo, meinen Kleinen aus Zambia. Und dann sagte mir ein Massai , ich "Big Mama"angrysoll meinem Sohn mehr zu Essen geben. Zugegeben. Jannik ist sehr schlank! Aber diese Äußerung ist wieder einmal etwas gegen die Völkerverständigung. Sicher meint er das nicht böse aber....ich bin keine "Big Mama" sad

 

Wir fahren weiter und wieder einmal stört das Licht sad  beim Fotos machen. Ich muss echt mal einen Fotokurs machen....

 

Wir kommen nun in die größte Lodge, die wir auf dieser Reise  gebucht haben. Die Ngorongoro Sopa Lodge. Wir müssen fast ein mal um den ganzen Krater fahren, da der kürzeste Weg zur Lodge hin nur eine Einbahnstrasse ist.  Ein wenig regnet es hier oben sogar. Hier und da blitzt der Krater zwischen den Bäumen während der Anfahrt hervor. Wir sind gespannt und dann doch nicht. Die Sopa Lodge ist ein Riese, aber  immerhin toll gelegen. Nun ist es richtig kühl!

 

 

 

Prost ! Verdient !!!

 

 

Bei Sonnenuntergang schauen wir vom Pool aus in den Krater! Es ist überwältigend!

 

Infos Ngorongoro Krater

Mit seinen 19 km Durchmesser ist der Ngorongoro-Krater eine der größten ungebrochenen Calderas der Welt. Er ist sowas wie ein Garten Eden. Eingekesselt im Kraterboden versammeln sich hier eine Vielzahl von Tieren. Löwen, Elefanten, Büffel, Strauße, vieles mehr lassen sich hier blicken und manchmal auch das seltene Spitzmaulnashorn. Flusspferde und Flamingos tummeln sich im seichten Wasser des Magadi-Sees. Es muß eine wunderschöne Szenerie sein, hier auf einen Game-Drive sein zu können. Nur die Maasai-Giraffen, Topis und Impalas können die Kraterwände nicht bezwingen. Eine große Anzahl von Grasfressern ist es zu verdanken, dass sich hier im Krater ungewohnt viele Löwen aufhalten. Wir haben es sehen dürfen. Es ist nicht von dieser Welt!

 

 

Gamedrive Ngorongoro  Krater und Tarangire N.P.

20.07.14

Der Wecker unseres Handys klingelt erbarmungslos um 5.00 Uhr. Dann ist die Nacht vorbei. Wir fahren jetzt in den 600 m tiefer gelegenen Krater. Was auch krass ist: wir checken jetzt schon aus. Wir kommen nicht wieder! Demzufolge sind wir gerade einmal zum Abendessen hier und zum Schlafen! Halten wir fest: Die Lodge liegt wirklich wunderschön am Kraterrand. Das Essen ist ausgezeichnet. Aber ich weiß definitv, dass unsere unmittelbaren Nachbarn Spanier sind! Das war gestern noch laut und deutlich zu hören. Statt Löwenbrüll Spanisch Lessons! Und leider haben wir vom Zimmer aus keine optimale Sicht auf dem Krater gehabt, da wir ein Baum vor dem Fenster hatten. Immerhin ist man unserem Wunsch gestern Abend an der Rezeption nachgekommen, ein Zimmer in der oberen Ebene zu haben sad Wir sitzen in Fleecejacken in der Lobby und warten auf Abdallah. Erst jetzt erfahren wir vom Flugzeugabsturz in der Ukraine. Irgendwie ist es immer so, dass das Schlimmste vom Schlimmsten immer dann passiert, wenn wir nicht zu Hause sind.

Wir besorgen uns noch das Permit. Ich habe gehört, dass es nun künftig 300 US$ kosten soll. Alter Falter! Abdallah legt die Lunch-Boxen für das Frühstück und das Mittagessen ins Auto, dann das Gepäck und dann uns. Fotos:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

.... und schon wieder Löwen ...

 

 

ohne Worte:

 

 

 

weiter geht es. Wir haben uns mal wieder sehr lange bei den Löwen aufgehalten

 

 

Irgendwo am Magadi-See (l.u), laufen die Nashörner herum. Wir können sie  beim besten Willen trotz gutem Fernglas nicht entdecken. Abdallah sagt, wenn die Rhinos  ein Auto von Weitem wahr nehmen, suchen sie schon das Weite. Eine Touristin, die wir später treffen, ist extra aus Kalifornien angereist, um nun schon zum zweiten mal im Ngorongoro-Krater ihr Glück zu versuchen. Ohne Erfolg! Wir nehmen das gelassen. In Südafrika haben wir genug Rhinos gesehen.

und wieder einmal Löwenbilder!

 

 

 

 

Wir verlassen den Ngorongoro Krater und fahren über Karatu in den Tarangire N.P. Am Kraterrand besuchen wir noch Grzimeks Tomb. Auf der goldenen Tafel steht etwas über das Leben von ihm und seinen Sohn. Abdallah fügt zur weiteren Information zu, dass zu Weihnachten überwiegend Deutsche hier Blumen niederlegen. Es ist schon beeindruckend, was Grzimek geleistet hat, denke ich so.

Kaum sind wir vom Kraterrand hinunter gefahren, wird es auch gleich wieder wärmer. Unglaublich, dass uns gestern Abend noch in der Sopa Lodge die Heizung vom Housekeeping aufgedreht wurde und wir unglaublich heiße Wärmeflaschen in den Betten liegen hatten! Wir haben jetzt wieder die Normaltemeraur von 28 Grad. Also bleiben die Fleecejacken schön in den Reisetaschen. 

 

 

und mal wieder kann ich nicht anders. Diesen Kindern

schenke ich meine übrig gebliebenen Bonbons. Sie freuen

sich total und bleiben zumeist echt höflich.

 

 

Kurz hinter Karatu machen wir einen Stop um die Inhalte der Lunch-Boxen vernichten. Ich habe langeweile frage Abdallah, ob er denn den Dr. Frank kennt. Was für eine Frage, Abdallah kennt hier offenbar jeden. Woher ich von ihm wisse, fragt er und ich erzähle, dass ich über ihn was im Namibia-Forum gelesen habe und ich mir seine Adresse notiert habe, falls wir ihn mal bräuchten. Abdallah sagt, das dieser Dr. Frank hier in Tansania sehr bekannt ist und unglaublich viel für die Massais tut. Beim lunchen treffen wir auf ein deutsches Paar und wir freuen uns, endlich wieder einmal mit Fremden deutsch zu sprechen. Sie sind auf dem Weg zur Serengeti und wohnen zur Zeit in Kapstadt. Die haben doppeltes Glück ;)

Außerdem kaufe ich hier mein "Andenken"! Nach sehr zähnen Verhandlungen, bei denen ich schon fast aus dem Laden heraus war, weil der Verkäufer nicht von seinen Preis ablassen will, rennt er mir hinterher und schlägt auf den Deal ein. So kaufe ich für 60 Dollar ein großes schweres Hippo aus Holz. Wenn man bedenkt, dass er vorher 240 Dollar haben wollte.... grins.... Und Jannik bekommt hier sein Trikot mit der Aufschrift "Tansania"!

Wir fahren weiter und Abdallah fragt, ob wir den Gamedrive durch den Tarangire N.P. heute oder lieber morgen machen wollen. Jannik beschließt, lieber heute. Für den Rest des Nachmittags/Abend, überlegt Jannik, könne er ja dann in den Pool, denn der soll wirklich Wasser beinhalten. Morgen hätten wir dann den ganzen Tag Zeit, die Taschen abreisefertig zu packen und noch etwas die Lodge zu genießen. Morgen Vormittag werden wir also nix tun außer gucken! Dann geht es ja leider schon zurück nach Deutschland.

 

 Infos Tarangire Nationalpark

Zur besten Reisezeit für diesen Park im Juli schließen wir im Tarangire unsere Tour durch den Norden ab. Der Tarangire, dem der hier durchfließende Tarangire-River seinen Namen gab, hat eine Größe ungefähr wie die Fläche von Luxemburg und war bis 1970 noch ein Kolonial-Jagdrevier. Hier soll es angeblich die größte Elefantenpopulation des Nordens geben. Zudem soll es hier die seltene Beisa-Oryx zu sehen sein. Riesige Baobabs stehen im Park. Die Landschaft des Parks unterscheidet sich von den anderen Parks durch große saisonale Sumpfgebiete und endlose Baumsavannen.

unser Gamedrive und jaaa ... wieder mal mit einem Löwenanteil smiley

 

 

 

 

 

So... und um 16.00 Uhr kommen wir in der Tarangire Safari Lodge an. Sie sieht sehr ansprechend aus, jedoch sind die Zelte für drei Personen sehr klein. Beim Hineintreten ins Zelt rennt man schon gegen das erste Bett. Ich packe Janniks Badehose aus und im nu ist er umgezogen und rennt mit seinem Papa zum Pool. Ich laufe herum und mache brav Fotos von der Lodge:

 

 

 

Das Abendessen ist klasse. Ich weiß, ich schreibe immer, dass das Essen klasse ist. Aber geschmeckt hat es immer. Auch wenn Marco und ich ein paar Tage nicht so gut drauf waren und schlecht gegessen haben. Geschmacklich war es immer gut! Ich vermute einfach, es ist das Wasser hier. Wir trinken natürlich nicht aus der Wasserleitung. Trotzdem denke ich, wir haben  irgendetwas gegessen, was evtl. einmal nicht richtig abgewaschen war. Und umgebracht hat es uns auch nicht.

In der Nacht dürfen wir an dem kollektiven nachbarschaftlichen Schnarchen teilhaben und wir stecken uns Ohropax in den Ohren! So war das nicht gedacht! Wir wollten doch in den Busch hineinhören, aber diese Menschen hier vertreiben ja alles.

 

 

Abreise

21.07.14

Unsere kleine Rundreise nähert sich dem Ende. Den Vormittag vertrödeln wir auf der Terrasse, schreiben nach Hause oder wir schauen hinunter in den Nationalpark. Genauer gesagt, liegt die Lodge ja drin! Hier zu sitzen gleicht einem Gamedrive! Da unten ist Buschkino und wir sitzen einfach da oben und genießen. Der nächste Afrikaurlaub ist längst in Planung, aber trotzdem bin ich für jede Minute dankbar, die ich noch hier sein darf.

 

Elis im Camp

 

 

Es ist immer was los am Fluss.

Um 12.30 Uhr holt Abdallah uns ab und wir fahren zum Flughafen. Wir gurken durch Arusha herum, denn hier staut sich sich der Verkehr erheblich. Unser Guide muß Umwege fahren. An einem Markt halten wir kurz an. Am Flughafen ankommend sehen wir den Kilimanjaro nicht. Der Blöde hat sich hinter den Wolken verzogen! Abdallah lädt das Gepäck aus dem Auto. Jetzt heißt es Abschied nehmen. Er hat seine Sache wirklich super gemacht und ich hoffe, wir waren erträglich! Immer war er pünktlich, unaufdringlich, lieb und hat uns vieles über Tansania erzählen können. Er bekommt ein saftiges Trinkgeld.

 

 

 

Yes! Er lässt sich doch noch blicken !!!

 

Janniks ganzer Stolz! Auf dem Ticket steht ja "Fanhansa" drauf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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