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                            Eine Familie in Afrika

                                Reisebericht August 2011 

 

Die Planung:

Im Herbst 2010 entschlossen wir uns, wieder eine Reise nach Afrika zu planen, nachdem wir 1999 in Kenia ja schon etwas Blut geleckt hatten. Botswana sollte es sein! Aber wie fange ich am besten mit der Planung an? Schaut man in diverse Reiseprospekte, wird einem sehr schnell klar, das es als Lodgehopper ja fast unmöglich ist, mit einem achtjährigen ins Okavango-Delta zu kommen. Viele Camps nehmen Kinder erst ab 12 Jahren auf. Und die Preise sind astronomisch hoch! In meinem, zugegeben schon älteren Ilona Hupe-Reiseführer, las ich den Tipp, das Namibia-Forum würde bei der Planung gute Dienste leisten. Während noch in Südafrika die Fussball-WM stattfand, meldete ich mich dort an und fand auch bald Antworten auf meine Fragen. Demnach entschlossen wir uns, erstmal nur eine Fly-Inn Safari in Botswana zu machen und anschließend bei dem zweiten Teil der Reise  uns als Selbstfahrer zu versuchen. Wir suchten uns Kwa Zulu Natal aus Ziel in Südafrika aus, St. Lucia und dann anschließend die Drakensberge. Bei Explorer-Fernreisen setzten wir nun unsere Route fest. Den Baustein "Okavango-Delta" übernahm Carsten Möhle, ein Tipp aus dem Forum. Das Maputaland Guesthouse fragte ich per E-Mail selber an. Es war auch auch Tipp aus dem Forum. Demnach sah unsere Route wie folgt aus:

 

Flug nach Jo-Burg –

1 Nacht Boksburg

Flug nach Kasane mit der Air Botswana

4 Nächte Chobe Safari Lodge

Flug ins Delta

2 Nächte Odballs Camp (Reisebaustein)

Flug nach Johannesburg/Fahrzeugübernahme

1 Nacht Boksburg

4 Nächte Maputaland Guesthouse in St. Lucia

2 Nächte Thendele Camp im Royal Natal N.P.

Flug nach Frankfurt

 

01.08.11

Der Tag X ist da! Wir verabschieden uns von unserer Familie und Freunden. Wir freuen uns auf das kommende und ich kann es gar nicht fassen, daß ich in einigen Tage wirklich das Okavango-Delta betreten werde. Ein Kindheitstraum geht in Erfüllung!

Unser Auto parken wir in der Nähe des Düsseldorfer Flughafen. Das darf dort jetzt 15 Tage auf uns warten. Wir fliegen erst nach Frankfurt, um dann dort heute Abend mit den Airbus A 380 nach Johannesburg zu fliegen. Für Jannik, dem Flugzeugfreak, ist es heute also besonders spannend. Auf freundlicher Nachfrage darf er sogar ins Cockpit. Es ist gigantisch dort. Auch ich habe einen Eindruck erhaschen können über die vielen Knöpfe dort und staune über das Pilotenbett. Sehr beruhigend, daß einer von ihnen während eines Langstreckenfluges eine so gute Ruhephase haben kann. Bald aber müssen wir zurück zum Platz. Wir starten jetzt. 

 

   

 

 

02.08.11

Ankunft in Johannesburg

Ganz gemütlich landet der Airbus. Der Flug war sehr ruhig und Jannik hat die Hälfte der Zeit geschlafen. Eigentlich haben alle geschlafen, außer ich. Ich kann einfach nicht sitzend irgendwo schlafen und außerdem siehts "nicht gut" aus!

Wir gehen durch die Passkontrolle, nehmen uns ein Taxi und lassen uns zu unserem Hotel in Boksburg fahren. Das Grand Hotel war von uns gar nicht gut gewählt, fliegen doch direkt über unseren Köpfen die Flugzeuge im Landeanflug auf den Johannesburger Flughafen. Wir wollen hier eigentlich einen Tag verschnaufen, bevor es am nächsten Tag weitergeht. Ab jetzt nehme ich mir vor, mir in Sachen Reiseplanung nie mehr das Zepter aus der Hand nehmen zu lassen. Ich stelle mir vor, daß wir irgendwann heute Nacht schon einschlafen werden. Auch hier wird es Ruhezeiten geben. Allerdings war geplant, hier noch eine Nacht zu bleiben, wenn wir von Botswana zurückkehrten. Online suchen wir eine Alternative, finden eine und fragten beim Touraco-Guestehouse in Pretoria nach, ob sie noch ein Plätzchen für uns hätten. Ein Glück, wir haben eins reservieren können.

Den Rest des Tages bleiben wir im Hotel. Ein bißchen Schlaf wäre jetzt nicht schlecht. Das war leider nicht möglich. Die Fenster waren alles andere als doppelt verglast. Allerdings gibt’s in der Nacht wirklich die Ruhezeit und so konnten wir einigermaßen ausgeschlafenin den nächsten Tag starten.

03.08.11

Einigermaßen erholt sind wir aufgewacht. Frühstück gibt’s auch. Aber das beste an heute ist natürlich die Ankunft in Kasane! Wir lassen uns zum Flughafen bringen, gehen zum Abflugschalter. Wir gehen durch den Duty Free. Na, was macht man sonst schon so am Flughafen.... Leider mußten wir am Gate eine böse Überraschung erleben, als da eine Dame von der Air Botswana zu unsere kleine Gästegruppe kommt und uns erklärt, daß es leider Probleme gibt und wir in Gaborone zwischenlanden müssen. Da wir aber ein gutes Zeitpolster haben, geraten wir jetzt nicht gerade in Panik. Wir sollten immer noch Zeit haben, evtl. sogar heute Nachmittag noch einen Gamedrive im Chobe N.P. zu unternehmen. Unser kleiner Flieger hebt auch relativ pünktlich nach Gaborone ab. Also umsteigen in der Hauptstadt Botswanas. Da steht auch schon der Anschlußflug. Aber nein, dieses Flugzeug setzt sich ohne uns in Bewegung und fährt zum Rollfeld. Was soll das bedeuten? Ansonsten steht nur ein weißes Flugzeug ohne Beschriftung etwas abseits auf dem Flughafengelände. Was hatte das zu bedeuten?

                           

 

Wieder kommt eine Dame von der Air Botswana und erklärt uns, das eben dieses Fluggerät unseres wäre, es aber "broken" ist und wir warten müssen. Das Problem ist jetzt folgendes: wir haben keine andere Alternative, als zu hoffen, daß dieses Flugzeug noch rechtzeitig repariert wird. Wenn nicht, müssen wir hier irgendwo übernachten. Die Zeit drängt, denn der Flugplatz in Kasane schließt bereits um 18.00 Uhr. Wir müssen also vorher ankommen. Und wenn es doch noch heute repariert wird, werden wir mit etwas Herzklopfen in dieses Gerät steigen und hoffen ;) Viele Menschen laufen um das Flugzeug herum, einer mit einem Brecheisen, ein anderer mit Köfferchen. Dann, endlich, die Nachricht, daß der Flug heute noch klappt. Also alle in den Flieger! Um 17.45 Uhr landen wir mit einem Triebwerk und einen Mechaniker in Kasane. Es ist bereits dunkel. An einem Gamedrive ist heute nicht mehr zu denken. Unser Bus für den Transfer zur Chobe Safari Lodge war längst weg. Man rechnete nicht mehr mit uns. Ein Mitarbeiter vom Flughafen organisiert uns einen Transfer. Gottseidank!

Die Chobe Safari Lodge ist größer, als wir dachten. Sie könnte auch ein Resort irgendwo an Kenias Küsten sein. Nur der Indische Ozean fehlt. Wir bekommen unsere Schlüssel und lassen uns zu unserem Familienzimmer führen. Wir haben Zimmer Nr. 111. Wir haben zwei geräumige Schlafzimmer. Ja, groß ist alles hier und sauber! Wir sind alle drei sehr müde aber glücklich, hier zu sein. Wir gehen nach dem Abendessen auch direkt ins Bett. Gute Nacht!

04.08.12

Chobe Riverfront:

 

Ziemlich gut gelaunt und ausgeschlafen gehen wir heute Morgen zum Frühstück. Vorher aber machen wir den Vorhang unseres Zimmers auf und schauen uns die Gartenanlage in der Chobe Safari Lodge an. Da ist, er der Chobe River! Jetzt sind alle Strapazen wie weggespült. Am anderen Ufer des Flusses weidet ein Elefant. Jannik ist außer sich vor Freude. Dies ist sein erster Kontakt zur afrikanischen Tierwelt. Und das vor seinem Frühstück! Die Augen strahlen! Es ist schön, ihm die Welt in dieser Form zeigen zu können.

Das Frühstücksbuffet ist reichhaltig und gut. Jannik findet es total cool, daß er hier seine heißgeliebten Pfannkuchen essen darf. Nach dem Frühstück planen wir im Activy-Center unseren Aufenthalt hier in Kasane. Da wir gestern Abend auf den Gamedrive verzichten mußten, melden wir uns für heute Mittag an. Nachmittags wollen wir die Bootstour machen. Und so ein Mist, ich habe vergessen zu fragen, ob wir ein kleines Boot haben können. Morgen wollen wir nach Zimbabwe zu den Viktoriafällen, den dritten Tag auf uns zukommen lassen. Vielleicht ist dem Jannik ja auch nach Spielen.

Mittags dann versammeln wir uns mit einigen anderen und steigen in das "Safariauto" ein. Unterwegs zum Park kurven die Warzenschweine auf den Straßen herum, sehr zur Freude für Jannik. Ja, was sehen wir an Fauna im Chobe. Kudus natürlich, Impalas und natürlich jede Menge Elefanten. Hinter einem Busch finden wir einen Löwen, der es sich im Schatten gemütlich gemacht hatte. Löwen sind eigentlich meistens relativ langweilig. Oft liegen sie einfach nur herum.... Wenn ich ehrlich bin, habe ich mir die Chobe Riverfront etwas anders vorgestellt. Es sind durchaus viele Touristen hier, aber vielleicht kommt es mir nur so vor. Was weiß ich denn schon. Ich bin erst einen Tag hier.

 

 

 

Bereits um 15.00 Uhr stehen wir am Bootssteg in der Chobe Safari Lodge, wieder einmal zu allem bereit. Vorher kaufen wir im Supermarkt, der sich direkt neben der Lodge befindet, die notwendigsten Dinge. Unsere Bootsfahrt über den Chobe steht uns bevor. Die Müdigkeit ist im Moment völlig verflogen und wir sind gespannt. Ich hoffe auf ein kleines Boot. Es versammeln sich immer mehr Menschen hier und ich ahne, daß wir eines der großen Boote erwischt haben. Als wir ablegen, ist das Boot rappelvoll. Uns stört das Gerede während der Fahrt schon sehr. Na ja, wir werden jetzt die Natur so gut es geht in uns aufsaugen. Riesige Elefantenherden sehen wir, Büffel, Antilopen verschiedener Art und jede Menge Flußpferde und und und. Ach Afrika. Wir sind da! Die Sonne geht jetzt unter und wäre das Gequatsche auf dem Boot nicht, wäre dies jetzt richtig dolle romatisch! Falls ich noch einmal wiederkehre, werde ich auf ein kleines Boot bestehen!

 

 

 

Beeindruckt von diesem Tag und müde fallen wir in unsere Betten. Das zweite Schlafzimmer stellt sich für uns als unbrauchbar dar. Jannik und ich schlafen hier in einem Bett und machen uns es unter dem Moskitonetz heimelig. Marco hat das andere Bett für sich allein. Beim Einschlafen tropft die defekte Klimaanlage. Das nervt! Wir legen schnell noch ein Handtuch unter die Klimaanlage und fallen sofort in das Land der Träume.

05.08.12

Viktoria Falls, Zimbabwe

Wieder einmal bestellt sich Jannik seine Pfannkuchen zum Frühstück. Heute fahren wir mit einem Kleinbus nach Zimbabwe. Wir sind ingesamt 8 Touris. Einige haben eine geführte Tour mit Mittagessen gebucht, andere eine ungeführte Tour. Wir haben keinen Guide und wollen mittags irgendwo nach frei Schnauze Essen gehen. Die Grenze dauert ein bißchen, Stempelchen hier, Stempelchen da. Während der Fahrt unterhalten wir uns mit einem Ärztepaar aus Koblenz. Sie haben die geführte Tour gebucht. Gefahren wurden wir in das Victoria Falls Hotel. Hier stellt sich heraus, daß wir falsch eingebucht wurden. Wir stehen auf der Liste bei der von einem Reiseführer geleiteten Tour. Die Koblenzer haben bisher gedacht, sie wären alleine, aber sie freuten sich, daß wir jetzt zu fünft sein werden. Später, bei der Abrechnung in der Chobe Safari Lodge, wurde uns kein einziger Gamedrive berechnet. Nur die Zimbabwetour wurde berechnet. Wir sind noch gar nicht lange durch den Eingang des Parks, da hören wir schon das Wasser. Mosi oa Tunya (Rauch mit Donner) heißen die Wasserfälle in der einheimischen Sprache. Jetzt wissen wir, wieso!

 

Wow, wie beeindruckend die Wasserfälle sind! Ich weiß gar nicht, wohin ich zuerst schauen soll, ob ich erstmal nur staunen oder dem Redefluss des Guides folgen soll. Hin und wieder werden wir von der Gischt recht klatschnass. Die Fotokamera habe ich mit einer wasserabweisenden Plastikfolie umwickelt. Wir selber tragen natürlich auch Regenschutz. Irgendwie begreife ich das alles noch gar nicht. Wir sind wirklich hier!

 

 

Mittags bekommen wir ja im Rahmen der geführten Tour ein Mittagessen in der Ilhala-Lodge. Ich entscheide mich für eine Sambesi-Brasse, die ich nicht bereuen werde. Wir sitzen zusammen mit den Koblenzern. Mir gehen hier immer wieder einige Gedanken durch den Kopf. Zimbabwe, ein sehr gebeuteltes Land, zweifelhaft regiert und bettelarm – und wir sitzen hier beim feinsten Essen. Mir fallen die freundlichen Menschen auf. Ich kaufe auch hier auf der Strasse mein Souvenir. Mir fällt es schwer, hier zu handeln, aber wir einigen uns auf einen guten Kurs, denke ich. Ich habe hier zwei schöne Masken erstanden. Sie zieren jetzt unser Wohnzimmer.

Nachmittags versammeln wir uns wieder im Viktoria-Falls Hotel. Wir gehen dort durch den Garten. Vom weiten sieht man die Viktoriafälle. Toll sieht das aus. Dieses Haus hat diesen kolonialen Charme. Ich fühle mich in die Kolonialzeit versetzt. Ich entdecke hier u.a. ein Bild von Queen Mom und anderen wichtigen Leuten. Irgendwie mag ich dieses Hotel. Auf dem Weg zu Grenze denke ich noch viel über die politische Situation hier im Lande nach.

 

 

Später, in der Chobe Safari Lodge tritt heute Abend eine Tanzgruppe auf. Dummerweise habe ich meine Kamera im Zimmer liegen lassen. Jannik ist davon mal wieder tief beeindruckt. Aber auch vom Essen. Ihm schmeckt es hier. Ich entdecke am Buffet mehrere Töpfchen mit Soßen. Eine mit Fleischeinlage. Ein Käfer kämpft in der Chilisoße ums Überleben. Ich mache eine Bedienung darauf aufmerksam, die dann daraufhin einen Löffel in die Hand nimmt nimmt und das Tier in den nächsten Busch befördert. Ihhh! Sorry, aber das hab ich gesehen! 

 

06.08.11

Chobe Riverfront

Mensch, schon der 06. August. Die Zeit rennt! Aber wir erleben ja auch viel. Heute sind wir sehr früh aufgestanden. Unsere Frühpirsch beginnt gleich. Wir sind ja schon im Vorfeld gewarnt worden, uns morgens die dicksten Sachen anzuziehen. Dem Jannik habe ich eine Skijacke mitgenommen. Marco und ich begnügen uns mit einfachen Fleecejacken. Aber eigentlich ist es egal. Jeder friert morgens im Safariauto. Da nützen auch die Decken nichts. Wir sind sieben Touris, die heute morgen mit diesem Auto in den Chobe N.P. fahren. Der Fahrtwind macht die Sache hier jetzt eisigkalt. Im Nationalpark fahren wir erstmal in Richtung Chobe und da stand er! Unser erster Leopard in freier Wildbahn. Ich liebe diese Tiere und bin so aufgeregt, daß ich meine Kamera nicht richtig einstelle und kein einziges Bild was werden wird. Dieses Tier kommt erst ziemlich nahe an unser Auto heran, flüchtet aber bald, als noch mehrere Autos hinzukommen. Wir haben unseren ersten Leoparden gesehen! Stolz!

unten: stark bearbeitete Fotos:

 

Wieso auch immer, heute morgen waren verhältnismäßig wenig Elefanten in der Nähe. Wir lauschen dem Adler eine Weile hinterher und setzen unseren Weg fort. Wenig später beobachten wir einen Löwenkill. Eine Löwenfamilie macht sich an einem kleinen Elefanten her. So einen oder diesen haben wir vorgestern auch hier in der Nähe gesehen. Wieso auch immer, verstoßen von der Herde.

 

 

Gegen 9.00 Uhr kehren wir zurück zur Lodge und frühstücken ausgiebig. Marco tröstet mich, er habe den Leoparden mit seine Camcorder aufnehmen können. Jannik bestellt sich seinen Pfannkuchen. Den Rest des Vormittags verbringen wir mit Gesellschaftsspielen. Auf der anderen Seite des Chobes beobachten wir eine ganze Zeit wieder Elefanten. Nachmittags bittet uns Jannik, in das namibische Dorf gehen zu dürfen. Entsprechende Aktivität wird von der Chobe S. Lodge angeboten. Er möchte so gern über den Fluß in den Caprivi. Das ist bestimmt interessant, kontert er. Wir brechen unseren Entspannungstag also nachmittags ab und begeben uns wieder zu den Booten. Diesesmal haben wir ein kleines Boot. Das Dorf ist ganz interessant. Jannik staut über die Kinder, wie sie dort leben und mit was sie sich den ganzen Tag befassen. Einige von ihnen finden Feuer ist ein tolles Spiel.

 

                              

Es ist der letzte Tag hier in Kasane. Morgen geht’s in das Okavango-Delta!

07.08.11

Oddballs Camp / Okavango

Heute fliegen wir, wieder mit der Air Botswana, nach Maun. Diesesmal fliegen wir nicht mit dem weißen Ding, sondern mit einer normal aussehenden Air Botswana. Auch sonst klappt alles, bis auf daß wir ewig für das Einchecken warten müssen. Die P.C. scheinen nicht in Ordnung zu sein. Nach der Landung schultern wir unsere Rucksäcke und begeben uns zu den kleinen Maschinen. Simon stellt sich uns vor. Er wäre unser Pilot, der uns ins Odballs Camp bringen sollte. Wie alt Simon wohl ist? 24? Ich fühle mich auf einmal so alt. Dieser Typ sieht aus wie Hugh Grant mit 24! Ob der gute Hugh hier einen Sohn "verloren" hat? Simon erklärt uns ausgiebig, wo sich was im Flugzeug befindet, wo die Brechtüten wären, wo das Gepäck hinkommt usw. Er schließt die Fensterchen und wir fliegen los. Die Welt ist von oben immer wieder toll anzusehen. Und dann noch über das Delta! Ich hab Tränen in den Augen. Diese wurden allerdings recht schnell trocken, als Simon kurz mit jemanden über Funk etwas besprach, und uns dann erklärt, er müsse, obwohl wir bald da wären, zurück nach Maun. Er habe die falschen Leute mitgenommen! Hihi! Vielen Dank für die Extrawurst. Wir hätten ewig fliegen können!

  

Im Camp ist es extrem warm. Unser Gepäck wurde in die Honeymoonsuite gebracht. Diese Suite ist allerdings nichts anderes als ein sehr robustes Baumhaus. Es steht ein Bett hier, ein Tisch mit zwei Stühle, eine Luftmatratze für Jannik und sowas wie ein Kleiderschrank. Und eine Hängematte! Eine Leiter führt nach oben zu einer Ausgucke, ohne Tür o.ä. Es ist also sehr luftig hier und wir werden heute Nacht mit noch dickeren Socken schlafen.

 

Heute Nachmittag unternehmen wir unsere erste Mokorotour. Jannik nimmt bei mir Platz und Marco hat eins für sich allein. Espe und Jackson werden unsere Guides für die nächsten Tage sein. Leise gleiten wir durchs Wasser. Wir entdecken hin und wieder kleine Fröschlein, die aber so schnell das Weite suchen und mir ein Foto verwährt wurde. Nach ca. 15 Minuten legen wir mit den Mokoros an setzen unseren Weg zu Fuß fort. Es ist interessant, so durch den Busch zu gehen. Jannik aber habe ich immer in meiner Nähe. Von den Bäumen glotzen uns eine Bande Paviane an. Fragt sich, wer hier blöder glotzt. Heute Nachmittag sehen wir ein paar Impalas und Giraffen. Wir waren alleine mit Espe und Jackson. Ich sauge alles Natur in mir auf und freue mich des Lebens.

   

  

Nach dem Sundowner sagte Jannik, er sei müde. Wir sitzen zwar gemütlich mit den anderen Gästen des Oddballs am Feuer, aber wir sind auch müde. Jannik ging als erster in unser Haus. Marco und ich laufen mit unserer Taschenlampe hinterher. Jannik macht die Tür auf, das kann ich in der Dunkelheit erkennen. Das nächste, was ich folgen kann, ist das Jannik schreit wie am Spieß. Ich erschrecke mich total und leuchte angestrengt in seine Richtung. Das nächste, was ich sehe ist, daß Conny, die gute Seele des Camps, Jannik in den Arm hat. Wo kam sie auf einmal her, frage ich mich? Sie kann ihn etwas beruhigen. Er schien sich vor irgendwas total erschrocken zu haben. Dann begreife ich, wovor! Wir sind im Baumhaus nicht die einzigsten Gäste! Fledermäuse! Die haben ihm Angst eingejagt! Und das die harmlos sind, wie Conny mehrfach erklärte, half dem Jannik auch nicht.

Mit einem Hechtsprung hüpft er in unser Bett, zieht die Decke bis über den Kopf und schläft sofort ein. Oh je, der arme, denke ich! Hab ich ihm zuviel zugemutet? Marco und ich machen uns auch bettfertig. Unterm Moskitonetz waren wir immerhin von den Fledermausköttel sicher! Wir hören noch kurz die Stimmen der anderen Gäste und schlafen ein. Gute Nacht!

08.08.12

Oddballs Camp

Natürlich sind die Fledermäuse morgens verschwunden. Um sechs Uhr werde ich wach. Von irgendwas bin ich wach geworden. Da schnauft irgendwas. Ich schaue aus unserem Fenster und sehe vielleicht zwei Meter von mir entfernt ein Flußpferd. Es nimmt seinen Weg durchs Camp und verschwindet ins Wasser. So langsam werden meine Männer wach. Wir waschen uns und gehen zu Tisch. Es gibt Cornflakes, Müsli und Kaffee.

Wir haben wieder die gleichen Pooler Espe und Jackson. Wieder gleiten wir mit dem Mokoro durchs Wasser. Ich liebe es! Die Mücken nerven etwas. Wir legen an einer anderen Stelle an und laufen los. Wir kommen an einen toten schon leicht verwesten Elefanten vorbei. Und dort liegt Elfenbein! Jackson erklärt, er wäre an Altersschwäche gestorben. Das Elfenbein wird bald von einem Mitarbeiter der Parkbehörde abgeholt. Es stinkt abartig! Das geht so schnell nicht aus der Nase!

 

 

Mittags haben wir im Camp Zeit für uns. Es liegen verschiedene Tierbestimmungsbücher aus, die ich mir alle zur Brust nehme. Jannik lernt an diesem Tag Schach. Mittags gibt’s Lasagne. Die ist herrlich. Überhaupt wird hier sehr gut gekocht. Espe hat heute morgen noch stolz erklärt, seine Frau kocht hier. Kompliment!

Nachmittags fuhren wir zum 3. Mal mit dem Mokoro raus. Wir sehen eine Menge Zebras, Impalas, Warzenschweine und einen Elefanten.

   

Abends wieder sitzen wir mit den anderen Gästen zusammen, bis Jannik wieder sein Schlafbedürfnis ankündigt. Diesesmal aber geht Marco vor und verjagt die Fledermäuse. Ich weiß natürlich, daß sie wiederkommen, aber dem Jannik reicht die Zeit für seinen Sprung ins Bett, das schnelle Umziehen und das schnelle Einschlafen. Ich habe ihm nicht gesagt, daß die Tiere tagsüber unter unserem Bett hängen. Das habe ich erst in Südafrika gebeichtet.

09.08.11

Odballs Camp / Pretoria

Ich bin schon vor 6.00 Uhr auf, damit ich das Flußpferd einmal vor der Linse meiner Kamera bekomme. Das Tier bekomme ich zu sehen. In der Dunkelheit finde ich aber diese verdammte Kamera nicht. Wieder einmal nimmt das Flusspferd seinen Weg durchs Camp, um dann bei uns am Baumhaus ins Wasser zu traben. Platsch, da liegt die dicke Kiste im Wasser und taucht unter. Schade, dann eben kein Foto! Als ich vom Badezimmer wiederkomme, war mir so, als ob ich einen Löwen brüllen gehört habe. Aber ich bin mir nicht sicher. Am Frühstückstisch erzählte mir Anne, die wir hier kennen gelernt haben, sie hätte auch zur gleichen Zeit einen gehört. Also habe ich mich nicht geirrt.

   

Unser letzter Fußwalk steht an. Diesesmal kommen wir Wildschweinen und Zebras sehr nahe, zum greifen nahe. Wir genießen noch einmal hier und lassen alles auf uns wirken. Schade, daß der erste Teil der Reise heute schon zu Ende geht. Ich weiß, daß ich wiederkommen möchte. Ich könnte mir auch campen sehr gut vorstellen. Mit meiner Meinung bin ich allerdings alleine. Marco würde niemals campen.

Um 12.35 Uhr, sehr pünktlich, bringt eine Chessna neue Gäste zum Camp. Wir stehen mit gepackten Sachen am Flugplatz und warten aufs Einsteigen. Conny fragt, ob wir bereit wären und ich sagte nur "No". Ich werde mit Afrika wohl niemals fertig werden. Jannik fühlt sich hier auch sehr wohl und ihm gefällt alles, bis auf die nächtlichen Besuche der Fledermäuse. Mit allem könne er leben, aber nicht mit häßlichen, leise fliegenden Biestern, die nachts Angst und Schrecken verbreiten. Es ist allerdings schon etwas unheimlich nachts im Bett zu liegen und die Tiere fliegen einem ums Bett herum.

  

Über Maun fliegen wir nach Johannesburg. Das ganze geht recht unspektakulär von statten. Wir nehmen unseren Hillux in Empfang und fuhren Richtung Pretoria zum Touraco Guesthouse. Es liegt sehr ruhig in einem Vorort der südafrikanischen Hauptstadt. Wir wollen in Boksburg nicht mehr unterkommen nach der doch recht unruhigen Nacht dort. Irene, die Hausherrin des Gasthauses, nimmt uns herzlich im Empfang und zeigt uns unser Zimmer. Es ist lausig kalt hier in Pretoria. Die Heizung läuft auf volle Pulle. Wir freuen uns über eine Badewanne und jeder von uns wird sie heute noch benutzen. Und schöne Betten gibt’s hier und vor allem jeder ein eigenes! Zur Krönung des Tages fahren wir für Jannik und auch für Marco nach Mc Donalds. Sie haben es sich verdient.

10.08.11

St. Lucia

Heute beginnt der zweite Teil der Reise. Nach der Fly-Inn-Tour in Botswana fahren wir den Rest mit unserem Mietwagen selbst ab. Zwar bin ich zutiefst beeindruckt von Botswana, aber ich freue mich auf alles weitere Neue. Hier gibt’s sicherlich noch einiges für uns zu entdecken. Wandern in den Drakensbergen zum Beispiel!

Irene jedenfalls bescherrt uns ein tolles Frühstück mit allem, was das Herz begehrt. Und die Pfannkuchen! Es ist eigentlich schade, daß wir Irene und Hartmut schon verlassen. Wir haben sehr nette Gastgeber kennengelernt und werden sicherlich zurückkehren, wenn eine Reise für uns wieder hier beginnt oder endet. Die zwei organisieren auch Touren. Ich meine sogar, daß sie fast das ganze südliche Afrika abdecken. Wir lassen uns von Hartmut noch Tipps geben, welche Route wir nach St. Lucia am besten nehmen sollten usw. 8-9 Stunden haben die beiden gemeint, würden wir brauchen. Nach dem Frühstück fahren wir los. Wir nehmen die Route über Witbank, Ermelo und Piet Retief. Die Fahrt stellt sich zwar tatsächlich als sehr lang dar, allerdings wechseln die Landschaften öfters. Die Straßenverhältnisse sind auch nicht zu beanstanden. Hier und da mal ein paar Baustellen bei Piet Retief, aber wir müssen kaum auf Schlaglöcher achten.

Kurz nach 17.00 Uhr kommen wir im Maputaland Guesthouse an. Gisela, die Hausherrin ist bei unserer Ankunft gar nicht da. Peter, ihr Ehemann, zusammen mit deren Hunden, macht uns die Tür auf. Wir bekommen das Leopardenzimmer, daß sich als einzigstes Zimmer der Gästezimmer im Haupthaus befindet. Leopardenzimmer. Wie passend! Dafür haben wir mehr Platz für uns. Jannik hat eine eigene Niesche, in der sein Bett steht. Der Hunger treibt uns jetzt noch einmal raus ins "Alfredo". Peter sagt, da gibt’s ganz ordentliche Pizzen. Wir sollen auf die Flusspferde aufpassen. Die laufen hier manchmal nachts herum. Nach dem Essen treffen wir im Gasthaus auch auf Gisela. Sie ist mir auch auf anhieb symphatisch.

11.08.11

iSimangaliso Wetland Park/ Cape Vidal

Wie die Zeit vergeht. Wir haben schon den 11.August!

Wir fahren heute in den iSimangaliso und anschließend zum Cape Vidal. Wir sehen hier eine ganze Menge an Zebras, Impalas usw. Es macht Spass, hier durchzufahren. Am Cape Vidal angekommen, stelle ich fest, wie menschenleer dieser Strand hier ist. Weil wir Winter haben? Vermutlich! Ein paar Angler stehen etwas weiter entfernt von uns, als wir unsere Handtücher ausbreiten. Wir wollen jetzt erstmal entspannen. Der Wind ist kühl und stark. Ständig weht einer einem die Sandkörner ins Gesicht. Sand zwischen den Zähnen ist nicht wirklich angenehm. Ich denke über die Gespräche nach, die ich mit Irene gestern noch gehabt habe. Wir diskutierten über die politische Lage hier in Südafrika und auch den noch immer vorherrschenden Rassismus. Ich bilde mir hier gerade meine Meinung. Später, am Nachmittag, packen wir zusammen und fahren den Weg zurück. Wir fahren hier im iSimangaliso auch den einen oder anderen Loop. Wozu hat man einen 4&4 gemietet? Auf der Hauptstraße hier im Park wieder angekommen, stehen wir auf einmal in einem Stau. Die Straße wird von drei Nashörnern blockiert. Sie machten keine Anstalten, die Straße zu verlassen. Einige wütende Autofahrer hupen laut und beunruhige die Tiere damit. Diese Idioten! Mit einem Affentempo gelingt es denen, an die Nashörner doch schließlich vorbei zukommen. Ohne Worte, oder? Abends, als wir mit Peter und Gisela zusammensitzen, lächelte Peter nur. Es war eine völlig normale Situation. Auch die Idioten!

 

 

12.08.11

Hluhluwe-Imfolozi N.P.

Peter gab uns gestern den Rat, sehr früh loszufahren. Besser sogar ganz früh, vor 6.00 Uhr. Gisela hat uns am Vorabend unser Frühstück in den Kühlschrank gepackt. Wir brauchen eine Stunde bis zum Parkeingang. Hier müssen wir uns entscheiden. Für welchen Teil entscheiden wir uns? Für den Hluhluwe oder für den Imfoloziteil. Peter hat es uns gestern Abend noch gesagt, aber wir haben es vergessen L Wir biegen rechts in den Hluhluwe ein. Erstmal ist nichts zu sehen. Dann wiederholt sich alles. Zebras, Giraffen, Elefanten. Diese versperrten hier gekonnt die Straße. Wir müssen immer wieder anhalten, weil irgendwelche Tiere keine Anstalten machten, die Straße zu verlassen. Aber wegen den Tieren waren wir ja schließlich auch hier. Langsam und vorsichtig fahren wir an ihnen vorbei. Wir entschließen uns auch für den Imfolozi-Teil des Parks. Hier waren doch noch die Nashörner? Jaaaa, da dösen sie unter den Bäumen. Das sind schon merkwürdige Geschöpfe. Wir erreichen den Picknickplatz am Schwarzen Imfolozi-River, an denen sich einige Büffel erfrischen.

  

   

Wir kehren aber bald zurück. Jannik möchte sehr gern noch heute an den Strand. Wir fahren zurück nach St. Lucia und relaxten dort etwas am Strand. Wir spielen und genießen alles hier ein wenig. Irgendwann aber wird es deutlich kühler. Wir entschließen uns zurück zum Maputaland Gasthaus zu fahren und uns zu erfrischen. Morgen wollen wir zurück zum Strand. Den kommenden Tag wollen wir einfach mal nur abhängen.

13.08.11

St. Lucia

Es ist immer noch ziemlich windig und kühl. Gisela sollte Recht haben, daß schlechtes Wetter drohte, denn vom Süden her kommen Wolken. Das verheißt nichts Gutes, sagt sie. Wir fahren trotzdem zum Strand. Ich schreibe meinen Reisebericht weiter, den ich in Pretoria angefangen habe. Ich möchte jetzt alles schriftlich festhalten. Es wird aber am Mittag kühler und windiger. Wir packen unseren Kram zusammen und kaufen im Spar-Markt in St. Lucia ein paar Vorräte. Unser nächster und auch letzter Stop ist das Thendele Camp in den Drakensbergen. Self Catering! Wir schlendern noch etwas durch St. Lucia und gehen zum Lake St. Lucia. 

 

Wir essen zu Abend wieder beim Alfredo. Gisela und Peter sind heute Abend nicht im Haus. Wir schließen endgültig Freundschaft mit deren Hunden.

14.08.11

Heute nehmen wir Abschied von Gisela und Peter. Nach einer herzlichen Verabschiedung machen wir uns auf den Weg, erst Richtung Durban, dann weiter Richtung Berge. Ich finde, die Strecke nach Durban ziemlich langweilig. Nachdem wir Durban verlassen haben Richtung Lesotho bzw. Royal Natal N.P. wird das Wetter noch schlechter. Die Temperaturen sinken, je näher wir zu den Bergen kommen. Wir kommen zum Royal Natal trotzdem relativ zügig an, passieren das Gate und fahren die Berge hinauf. Unser Camp, das Thendele, liegt ziemlich weit oben in den Bergen. Wir sind direkt am Amphietheatre, der wunderschönen Bergformation in den Drakensbergen. Wir freuen uns eigentlich hier aufs Wandern. Das Amphietheatre, können wir durch den Nebel nicht sehr gut erkennen, obwohl wir noch vor Sonnenuntergang das Camp erreichen.

 

Wir bekommen das Chalet Nr. 25. Es ist ausgestattet mit zwei Schlafzimmern, ein Badezimmer, sep. Gäste WC und einem Wohnzimmer und mit einem (wahrscheinlich) Wahnsinnsblick auf das Amphieteathre. Schade, daß wir es nur erahnen können. Wir beschließen, uns es hier gemütlich zu machen. Marco macht das Feuer im Kamin an, ich koche etwas. Mit einem Pinotage wollen wir den Tag beenden. Unser Feuer im Kamin reicht einfach nicht aus, die Hütte richtig warm zu kriegen. Im Schlafzimmer gibt’s eine kleine Elektroheizung. Die stellen wir auf volle Power und hoffen, beim zu Bett gehen ein schönes warmes Zimmer vorzufinden. Janniks Bett schieben wir auch in unser Schlafzimmer. Er soll ja auch nicht frieren. Aber das Ganze hat was gemütliches! Wir schlafen fest und gut in den nächsten Morgen hinein. Gute Nacht!

15.08.11

"Guten Morgen, Mama, guck mal! Ich kann einen Schneemann bauen"! Mit diesen Worten begrüßt uns Jannik, nachdem er die Vorhänge etwas weggezogen hat. Schnee! Winter! Oh, mein Gott!

  

Wir sind eingeschneit! Eine dicke Schneeschicht liegt auf den Dächern des Thendele! Vom Wandern können wir uns wohl verabschieden. Es sei denn, das Wetter bessert sich. In den Bergen ist alles möglich! Wenn nicht, so geht es in meinem Kopf, brechen wir die Sache hier ab und fahren zur Irene, nach Pretoria. Marco beschließt, nach dem Essen noch einmal Feuerholz zu holen. Die Hütte mit den hohen Decken ist nur schlecht mit dem kleinen Kamin warm zu kriegen. Später fährt er noch einmal los, um noch mehr Holz zu kaufen. Immer wieder schaue ich nach draußen und warte auf Wetterbesserung. Mal klart es auf, mal nicht. Diesen Tag wollten wir in den Bergen wandern gehen und den vielleicht zweithöchsten Wasserfall der Welt erleben. Jannik verliert auch der Mut. Marco kommt vom Holzholen, schaut die gepackten Rucksäcke an und begreift. Wir rufen Irene vom Touraco Gasthaus an und sie sichert uns ein Zimmer zu. Wir reisen ab. Hin und wieder halten wir unterwegs an, dass ich noch einige Fotos von dieser sicherlich schönen Landschaft, machen kann.

  

In Harrismith tanken wir noch einmal und wechseln anschließend Geld bei einer Bank. Der Wintereinbruch macht auch anderen Verkehrsteilnehmern auf den Autobahnen zu schaffen. Ein LKW steht auf der N3 umgekippt am Straßengraben. Da sind wir aber schon fast in Johannesburg. In Pretoria fahren wir erstmal nach Mc Donalds. Die Jungs freuen sich. Irene zeigte uns später unser Zimmer. Leider hat dieses keine Badewanne. Die hätten wir jetzt gerne gehabt, um uns mal richtig aufzuwärmen. Es ist sehr kalt hier in Pretoria, aber nicht so schlimm wie in den Drakensbergen.

Unfassbar, daß diese Reise nun zu Ende sein soll. Sie hat uns geprägt, wir haben viele Dinge erlebt. Ein Wiederkommen steht außer Frage. Ich schreibe abends meinen Reisebericht weiter, als meine Jungs schon längst eingeschlafen sind.

16.08.11

Heimreise:

Irenes Frühstück ist mal wieder sensationell. Diesesmal bestelle ich auch Pfannkuchen, Maispfannkuchen mit gebratener Banane mit Honig. Hmmm. Es ist unglaublich. Wir haben heute strahlend blauen Himmel!

Unser Flug nach Hause ist erst heute Abend. Wir beschließen , uns etwas von Pretoria anzusehen. Das VortrekkerMonument oder das Paul Krüger Haus schlägt Irene uns vor. Wir finden im Gewusel der Großstadt keinen Parkplatz und nehmen diese Stadt vom Auto aus für uns auf.

  

 

Der Rest des Tages ist ziemlich unspektakulär. Der Nachtflug war lang und weilig. Morgens müssen wir umsteigen nach Düsseldorf. Eine Reise geht zu Ende. Viel zu schnell. Wir werden wiederkommen! Ganz bestimmt sogar!

 

 

- Ende -

 

 

 

 

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